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"Rethinking Global Engagement”

Das zweite Symposium der Oxford Berlin Research Partnership nahm die globalen Verbindungen europäischer Universitäten in den Blick

Eine Konferenzteilnehmerin neben dem Plakat der Oxford Berlin Research Partnership

Eine Konferenzteilnehmerin neben dem Plakat der Oxford Berlin Research Partnership
Bildquelle: Ian Wallman

Am 29. und am 30. November 2023 veranstaltete die Oxford Berlin Research Partnership ein Symposium mit dem Titel "Rethinking Global Engagement" im St. Antony's College in Oxford. 

Der erste Konferenztag begann mit einem Panel zum Thema „The Challenges and Opportunities of Global Engagement“ mit Irene Tracey, Julia von Blumenthal, Adam Habib und Michael Harms, moderiert von Lord Patten of Barnes, dem Chancellor der Universität Oxford. Das Panel erörterte Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Hochschulleitungen und des DAAD sowie die Notwendigkeit verschiedener Formen der Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Globalen Süden.

Im Anschluss an die Begrüßung durch die Academic Directors der Partnerschaft, Çiğdem İşsever und Andrew Hurrell, sowie der Direktorin von St Antony’s, Nandini Gooptu, widmeten sich die Diskutant*innen auf dem zweiten Panel dem Thema „Changing Patterns and Underlying Values“. Nach den Eröffnungsstatements von Simon Marginson, Beate Kampmann, Tim Soutphommasane, Eloísa Martín und Kai Kresse diskutierte die Teilnehmer*innen unter der Moderation von Jo Beall über die Entwicklung der Universitäten und Forschung im globalen Vergleich und deren Wachstum, den Druck auf den anglophonen Raum, Hochschul-Rankings und einen Pluralismus von Werten.

Der erste Konferenztag schloss mit der Keynote zum Thema „From the Global to the Planetary“ von Dipesh Chakrabarty, der aus Chicago zugeschaltet war, und einem anschließenden Empfang.

Der zweite Konferenztag begann mit einem Eröffnungsstatement des Berliner Staatssekretärs für Wissenschaft und Forschung Henry Marx. Im Anschluss diskutierten auf dem nächsten Panel mit dem Titel „Experiences and Lessons of Global Engagement“ die Diskutant*innen unter der Leitung von Andrew Hurrell über eigene Erfahrungen und persönliche Perspektiven. Alan Bernstein berichtete zu Oxford Global Health mit einer großen Zahl von Forschenden in einer Vielzahl unterschiedlicher Länder, und Mei-Ling Young, Ertuğ Tombuş und Mariana Motta Vivian sprachen über Wissenschaftler*innen in der Diaspora, transnationale Verbindungen und ihre eigenen akademischen und persönlichen Erfahrungen.

 

In der letzten Paneldiskussion widmeten sich Faisal Devji, Todd H. Hall und Sigrun Abels, moderiert von Elleke Boehmer, dem Thema „Politicization and the Intellectual and Academic Worlds Beyond Globalization“. Die kritische und postkoloniale Theorie hat viel dazu beigetragen, den Eurozentrismus in Frage zu stellen und die allzu einfachen europäischen Annahmen über die kulturelle und geistige Zentralität der Region zu widerlegen. Das Panel widmete sich der Frage, was "jenseits der Kritik" und "jenseits der Globalisierung" liegt und wie man über westliche Modelle als Beurteilungsmaßstab und Prisma für das Verständnis der sich wandelnden globalen Ordnung hinausschauen kann.

In Ihren Abschlussworten blickten Herbert Grieshop und Alex Betts auf zwei Tage voller spannender Perspektiven und Diskussionen zurück.

Fotos von Ian Wallman, mit der Ausnahme von Nr. 16 und 19 (privat).