MAGGIE - Nachhaltige Raumfahrt in studentischer Forschung und Lehre
Felix Schoetzau
Mit dem studentischen Forschungsprojekt MAGGIE (Microgravitational Automated Gecko Gripping Interaction Experiment) wird eine robotergestützte Beseitigung von Weltraummüll unter Anwendung von Gecko-Materialien in Mikrogravitation untersucht. MAGGIE findet dabei im Rahmen des deutsch-schwedischen Raumfahrtprogramms REXUS/BEXUS statt und ist gleichzeitig als X-Tutorial ein studentisches Lehr- und Forschungsprojekt. Das Team aus Studierenden entwickelt ein Experiment für eine Höhenforschungsrakete, welche im März 2027 vom Weltraumbahnhof starten soll. Während des 15 minütigen Fluges stehen dem Experiment bis zu 2 Minuten Schwerelosigkeit zur Verfügung. Mit dem Experiment sollen ein kleiner Roboterarm für den Einsatz im Weltraum validiert werden und gleichzeitig die Interaktion zwischen Gecko-Materialien und Satellitenoberflächen getestet werden. Dafür wird dieser Roboterarm mit Gecko-Materialien bestückt und interagiert während der Experimentdurchführung mit mehreren Zielen. Gemessen werden bei der Interaktion die Haft- und Lösekräfte der Interaktion, aber auch die Beschleunigungen und Bewegungen des Roboterarms. Parallel wird alles über Kameras aufgezeichnet. Die Entwicklung des Experiments liegt vollumfänglich in der Hand der Studierenden. Die Aufgaben umfassen dabei die mechanische Entwicklung der Hardware, die elektronische Auslegung der On-Board Computer sowie die Programmierung der Software für diese. Weiterhin testet das Team das Experiment und alle Subsysteme ausführlich und führt parallel Öffentlichkeitsarbeit durch. Verläuft das Experiment erfolgreich, wird im nächsten Schritt der Roboterarm für den langfristigen Einsatz im Weltraum weiterentwickelt und soll auf einem Satelliten weitere Experimente und Versuche durchführen.
