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Fungi + Fabrics: Researching mycelium-textile composites and their potential applications - Group Fungi-Alloys

Marta Mastalerska-Scholz, Moritz Olk

Im Rahmen des studentischen Forschungsprojekts wurde untersucht, inwieweit sich das Wachstum von Myzel nutzen lässt, um textile Einzelelemente biologisch miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Pilzmyzel als bindende Struktur zwischen Baumwollstücken wirken und dadurch eine belastbare Verbindung erzeugen kann.

Für den Versuch wurden Baumwollproben mit zwei unterschiedlichen Pilzarten beimpft: Austernpilz (Pleurotus ostreatus) und Zunderschwamm (Fomes fomentarius). Die einzelnen Textilstücke wurden so angeordnet, dass das wachsende Myzel die Kontaktflächen zwischen den Proben besiedeln und miteinander verbinden konnte. Während der Kultivierungsphase wurden Wachstum, Durchwachsung und Ausbildung der Verbindungsstellen beobachtet und dokumentiert.

Nach Abschluss der Wachstumsphase wurden die Proben getrocknet und gepresst, um das biologische Wachstum zu stoppen und die entstandenen Verbundstrukturen zu stabilisieren. Anschließend erfolgte ein einfacher vergleichender Belastungstest, bei dem die Proben schrittweise mit Gewichten beansprucht wurden. Untersucht wurde, welche Belastung die jeweiligen Verbindungen bis zu ihrem Versagen aufnehmen konnten und ob Unterschiede zwischen den beiden verwendeten Pilzarten erkennbar waren.

Das Projekt diente als explorative Untersuchung des Potenzials von Myzel als biologischem Bindemittel für textile Strukturen und verband praktische Kultivierung mit materialbezogener Beobachtung und einfacher mechanischer Prüfung.