Workshop: Resilienz und Sicherheit von wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen
Am 23.10.2026 von 9–16:30 Uhr diskutieren Expert*innen in Berlin-Mitte im Workshop “Resilienz & Sicherheit von wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen” über Risiken und Chancen für offene Forschung, digitale Souveränität und Dual‑Use. Vorträge, Panels und Praxis‑Workshops zu MINT und Digital Humanities geben Tipps zum Datenschutz, zu Open‑Source‑Lösungen und zum Aufbau resilienter Daten‑Infrastrukturen. Anmeldung bis zum 09.10. möglich.
Forschung offen und sicher machen
In der 9. Sitzung des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung (November 2025) im Bundestag betonten verschiedene Expert*innen, dass die “deutsche Forschungssicherheit bedroht” sei. Zudem hebelt eine Ausweitung des Dual-Use-Prinzips – die Überschneidungen bei der Verteidigungs- und Rüstungsforschung mit der Forschung im zivilen Bereich – die Open Science Agenda auf europäischer Ebene aus und bedroht den Wissenschaftsethos, Forschungsergebnisse zugänglich zu machen. Ohne offene Forschungsdaten verlieren Forschungsergebnisse jedoch ihre Nachprüfbarkeit und Reproduzierbarkeit; zugleich schwächt das die Grundlage für weitere wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftlichen Fortschritt.
Um ein resilientes Wissenschaftssystem zu schaffen, fordern viele Wissenschaftspolitiker*innen und die Forschungsförderung eine Stärkung der digitalen Souveränität, also über die eigenen Daten, Infrastrukturen und Technologien selbstbestimmt zu verfügen und zu entscheiden. Digitale Souveränität sichert Unabhängigkeit, Transparenz und Kontrolle über digitale Infrastrukturen, Daten und Forschungsergebnisse in einer international und digital vernetzten Wissenschaft. Die DFG hat entsprechend eine Initiative zum Sichern gefährdeter Datenbestände gestartet.
In diesem Workshop möchten wir uns mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, wie Forschende ihre Forschung sicher und offen gestalten können. Dazu nähern wir uns dem Thema theoretisch und praktisch, durch Expert*innen Inputs und praxisnahe Workshops. Ziel ist es, einen Überblick über aktuelle Entwicklungen zu erhalten und selbst aktiv mitgestalten zu können. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund:
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Welche Maßnahmen sollten Forschende ergreifen, um ihre eigenen Daten angemessen zu schützen und zu sichern?
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Inwiefern tragen Open-Source-Lösungen dazu bei, Unabhängigkeit zu gewährleisten und digitale Souveränität aktiv zu stärken?
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Welche Risiken und Abhängigkeiten bestehen bei den fachspezifisch relevanten Datenbeständen und Dateninfrastrukturen?
Programm
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Uhrzeit |
Programmpunkt |
Speaker/WS leads |
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9.00 - 9.15 |
Begrüßung + Grußwort |
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9.15 - 10.30 |
Panel mit Vorträgen |
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10.30 - 10.45 |
Kaffeepause |
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10.45 - 12.15 |
Workshop I: Konzepte und Open-Source-Werkzeuge für das Beziehen großer (Meta)-Daten-Sets |
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10h10–12h30 |
Workshop II: tba |
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12.15 - 13.15 |
Mittagspause |
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13.15 - 15.15 |
Workshop III: Resilient Research Software Infrastructure with Software Heritage |
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13.15 - 15.15
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Workshop IV: Webarchivierung mit der ZLB |
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15.15 - 15.30 |
Kaffeepause |
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15.30 - 16.30
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Abschlusspanel |
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Anmeldung
Die Anmeldung ist bis zum 9.10. geöffnet: Link zur Registrierung
Bedarfe für Kinderbetreuung können während der Anmeldung angegeben werden.
Die Organisator*innen
Marcel Wrzesinski (Charité Universitätsmedizin), Maike Neufend (Open Research Office Berlin), Dennis Mischke (Freie Universität Berlin), Alexander Struck (Humboldt-Universität zu Berlin)
Der Workshop wird unterstützt aus Mitteln des Center for Open and Responsible Research (CORe) der Berlin University Alliance.
Zeit & Ort
23.10.2026 | 09:00 s.t. - 16:30
Exzellencluster Matter of Activity
Sophienstrasse 22a
D–10178 Berlin
Weitere Informationen
Für Fragen kontaktieren Sie bitte Dr. Marcel Wrzesinski per Email.

