Springe direkt zu Inhalt

The Fellows Club Meets... the Einstein Center Digital Future

Das dritte Fellows Forum unter dem Titel The Berlin University Alliance Fellows Club Meets… the Einstein Center Digital Future (ECDF) fand am Mittwoch, den 12. November 2025, statt. BUA Fellows aus verschiedenen Disziplinen und Karrierestufen trafen hierbei auf Forschende des ECDF. Zur Eröffnung gaben Camilla Leathem, Leiterin der Management Unit Cross-Cutting Themes der BUA, und Bettina Liedtke, Geschäftsführerin des ECDF, einen Einblick in Ziele, Forschungsschwerpunkte und zukünftige Perspektiven beider Einrichtungen.

Im Anschluss brachte eine Podiumsdiskussion mit dem Titel Futures of Knowledge in the Digital Age Expertinnen und Experten zu angewandten Large Language Models, Open-Science-Prinzipien, Bibliometrie und wissenschaftlichem Publizieren sowie zu Ansätzen verantwortungsbewusster Innovation zusammen – Themen, die Forschende aller Fachrichtungen derzeit intensiv beschäftigen. Unter der Moderation von Prof. Dr. Manfred Hauswirth (TU Berlin) diskutierten die BUA Fellows Prof. Dr. Thed van Leeuwen (Universität Leiden) und Dr. Rosalyn Old (FU Berlin) gemeinsam mit den ECDF-Forschenden Prof. Dr. Helena Mihaljević (HTW Berlin) und Prof. Dr. Michelle Christensen (TU Berlin).

Die Diskutierenden benannten zentrale Herausforderungen, die sich aus der rasant zunehmenden Nutzung von Machine-Learning-Modellen in der Wissenschaft ergeben. Genannt wurden unter anderem algorithmische Verzerrungen, die wachsende Flut minderwertiger maschinell erzeugter Publikationen sowie die Nutzung frei zugänglicher wissenschaftlicher Quellen zum Training proprietärer Modelle – oftmals ohne ausreichende Transparenz oder Rechenschaftspflicht. Als mögliche Wege nach vorn wurden die Anwendung von Frameworks verantwortungsvoller Innovation vorgeschlagen, um digitale Transformationsprozesse so zu gestalten, dass sie bestehende Ungleichheiten abbauen statt verstärken, sowie die stärkere Verbindung von Diversitäts- und Open-Science-Bewegungen, um der stark voreingenommenen und proprietären Natur vieler heute allgegenwärtiger digitaler Technologien entgegenzuwirken.

Am Ende herrschte Einigkeit darüber, dass menschliche Entscheidungshoheit in offenen Wissenschaftssystemen – kombiniert mit einer robusten, rechnergestützten Forschung, die auf Verständnis, Reproduzierbarkeit sowie offenen und rechenschaftspflichtigen Systemen basiert – zu einer weniger verzerrten und offeneren digitalen Zukunft beitragen kann.