Einige der im StuROPx geförderten Projekte haben ihre Forschungsergebnisse in eigenen Ausstellungen, Symposien oder weiteren Events präsentiert und zur Diskussion gestellt. Eine Auswahl dieser Veranstaltungen ist hier zusammengestellt.
„Crossings“ versammelte Perspektiven diasporischer Communities in Berlin und erkundete, wie Zugehörigkeit entsteht, verhandelt und transformiert wird. Die Ausstellung ist aus zwei X-Tutorials an der Humboldt-Universität zu Berlin hervorgegangen: „Forms of Belonging“ zu afro-asiatischen Diasporen in Berlin“ und „Understanding the Concept of Belonging Through Cinema“ mit einem transnationalen Fokus auf die Türkei.
In kollaborativen, kreativen Formaten – darunter Film, Fotografie, Zines, Poesie und Mapping – standen gelebte Erfahrungen und diasporisches Wissen im Mittelpunkt. „Crossings“ öffnete einen Raum für Dialog und lud dazu ein, Zugehörigkeit jenseits nationaler und akademischer Grenzen neu zu denken. Einen näheren Einblick bietet das Booklet zur Ausstellung.
Weitere Informationen zu den X-Tutorials:
Forms of Belonging, Humboldt-Universität zu Berlin
Understanding the Concept of Belonging Through Cinema, Humboldt-Universität zu Berlin
Visitors discover how brain regions are interconnected through an interactive structural connectivity installation
Bildquelle: Michael Migacev
Wie sieht das eigene Gehirn aus? Im X-Tutorial The Diverse Brain des Center for Cognitive Neuroscience der Freien Universität Berlin erstellten Studierende auf Basis von MRT-Scans ihres eigenen Gehirns detaillierte 3D-Modelle, die anschließend gedruckt wurden. Daraus entwickelte das studentische Forschungsteam um den Projektleiter Michael Migacev dreidimensionale Ausstellungsobjekte, mit deren Hilfe komplexe neurowissenschaftliche Inhalte veranschaulicht und populärwissenschaftliche Mythen über das Gehirn kritisch hinterfragt werden können. So wurde beispielsweise mit der weitverbreiteten Annahme aufgeräumt, dass Kreativität mit einer dominanten „rechten Gehirnhälfte” und eine Begabung für Mathematik mit einer dominanten „linken Gehirnhälfte” einhergeht. Die Projektwebseite bietet weitere Informationen.
Weitere Informationen zum X-Tutorial:
The Diverse Brain. Investigating anatomical and functional variations in the human brain, Freie Universität Berlin
Die Posterausstellung zeigte ausgewählte Forschungsergebnisse aus Interviews, die im Rahmen des X-Tutorials „Wie inklusiv ist die HU – Eine qualitativ-rekonstruktive Analyse aus intersektionaler Perspektive“ geführt und ausgewertet wurden. Das studentische Forschungsteam gab mit dieser Ausstellung Stimmen von Studierenden einen Raum, die Barrieren im Hochschulalltag erleben. Deutlich wurde, wo sich Studierende von der HU nicht gesehen und unterstützt fühlen und wo sie zugleich eigene Räume und Netzwerke schaffen. Die präsentierten Auszüge aus Interviews erzählten von Erfahrungen, Ängsten und Wünschen, die ihren Hochschulalltag formen. Vor Ort waren die Besucher:innen eingeladen, ihre eigenen Gedanken und Perspektiven zur Ausstellung beizutragen. Die präsentierten Poster stehen weiterhin online zur Verfügung.
Weitere Informationen zum X-Tutorial:
Wie inklusiv ist die HU?, Humboldt-Universität zu Berlin
X-Student Research Group students engaging visitors at their booth during LNDW 2025
Bildquelle: Henrike Krüger-Haker
Die X-Student Research Group „Understanding Superbugs“ unter der Leitung von Henrike Krüger-Haker, PhD, präsentierte im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften 2025 einen interaktiven Infostand. Insbesondere junge Besucher:innen erhielten hier anschauliche Einblicke in mikrobiologische Fragestellungen. Im Mittelpunkt stand das Bakterium Pasteurella multocida, das bei Tieren und Menschen Erkrankungen verursachen kann. Mit Hilfe von Mikroskopie, Experimenten und interaktiven Lernformaten vermittelten die Studierenden, warum Antibiotika in der Tiermedizin unverzichtbar sind, zugleich aber durch zunehmende Resistenzen an Wirksamkeit verlieren.
Weitere Informationen zur X-Student Research Group:
Understanding Superbugs, Genetik und Ko-Selektion von Makrolidresistenz bei Pasteurella multocida aus Atemwegsinfektionen von Rindern, Freie Universität Berlin
Studierende der X-Student Research Group „Listening for Black Feminist Interventions“ unter der Leitung von Dr. Layla Zami – angebunden an den SFB Intervenierende Künste – präsentierten der Öffentlichkeit die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts in performativen und künstlerischen Formaten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Programmreihe „SICHTBAR BLEIBEN! Black Women Archives Matter“ statt, kuratiert von der Künstlerin Oxana Chi. Grundlage der künstlerisch-performativen Arbeiten bildeten archivaische Recherchen zu Audre Lorde und May Ayim. In der Performance verband die Forschungsgruppe Archivaufnahmen, eigene Stimmen und Musik zu einer sinnlich erfahrbaren Auseinandersetzung mit schwarzen feministischen Interventionen. Die Abschlussperformance verdeutlichte, wie wissenschaftliche Forschung durch künstlerische Praxis erweitert werden kann und Performance als Form der Wissensvermittlung und Intervention wirkt.
Weitere Informationen zur X-Student Research Group:
Listening for Black Feminist Interventions, Freie Universität Berlin