Laufzeit: 05/24 – 12/26
Beteiligung: Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
Gesamtprojektleitung:
Projektbeschreibung:
Nationale und internationale Forschungsförderer, Fachgesellschaften und Forschungseinrichtungen fordern zunehmend, Forschungsdatenmanagement (FDM) als integralen Bestandteil der Forschung zu implementieren. Hochschulen sind aufgerufen, ihre Angehörigen in diesem Prozess zu unterstützen.
CARDS hat den nachhaltigen Auf- und Ausbau von Tools, Services und Bildungsangeboten für das Forschungsdatenmanagement (FDM) für Forschende und Multiplikator*innen sowie die Umsetzung von Best Practices im Datenmanagement von Exzellenzclustern zum Gegenstand. CARDS strebt an, das FAIR-konforme Datenmanagement an den BUA-Einrichtungen zu vereinfachen, die Planung und Durchführung datenbasierter Vorhaben zu professionalisieren und die FDM-Kompetenz im BUA-Kontext anzuheben.
Das Projekt entwickelt, aufbauend auf dem Vorgängerprojekt Concept Development for Collaborative Research Data Management Services (BUA-FDM), Maßnahmen zur gezielten Optimierung der FDM-Expertise an den Häusern ebenso wie zur Verbesserung des Managements von Forschungsdaten, um so die Qualität und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten am Wissenschaftsstandort Berlin voranzutreiben.
Das Vorhaben gliedert sich in vier Teilprojekte:
Kontakt: cards@lists.fu-berlin.de
Leitung Teilprojekt 3:
Leitung Team Forschungsdatenmanagement, Universitätsbibliothek Freie Universität Berlin
E-Mail: sibylle.soering@fu-berlin.de
Leitung Teilprojekt 4:
Dr. Fadwa Alshawaf
Leitung Team Forschungsdatenmanagement, Computer- und Medienservice, Humboldt-Universität zu Berlin
E-Mail: fadwa.alshawaf@hu-berlin.de
Leitung Teilprojekt 1:
Leitung Servicezentrum Forschungsdatenmanagement, Universitätsbibliothek Technische Universität Berlin
E-Mail: b.steinke@tu-berlin.de
Leitung Teilprojekt 2:
Projektleitung Open Data und Forschungsdatenmanagement, Berlin Institute of Health Charité - Universitätsmedizin Berlin
E-Mail: evgeny.bobrov@bih-charite.de
Leiter AG Medizininformatik, Center of Health Data Sciences, Berlin Institute of Health Charité - Universitätsmedizin Berlin
E-Mail: fabian.prasser@bih-charite.de
Freie Universität Berlin, Teilprojekt 3
E-Mail: l.orozco.prado@fu-berlin.de
Humboldt-Universität zu Berlin, Teilprojekt 4
E-Mail: sven.passmann@hu-berlin.de
Technische Universität Berlin, Teilprojekt 1
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Teilprojekt 2
E-Mail: stefanie.seltmann@bih-charite.de
Die projektvorbereitende und –begleitende Planung des Forschungsdatenmanagements (FDM) führt nicht nur zu einer effizienteren Zusammenarbeit, sondern wird auch von vielen Förderorganisationen (z.B. DFG, EU) bei der Projektantragstellung verlangt. Die Erstellung und Pflege von Datenmanagementplänen (DMPs) stellt Forschende jedoch häufig vor eine Herausforderung: Es fehlt ihnen an Orientierung in Bezug auf Inhalte, Struktur und Umfang. Das Ziel von Teilprojekt 1 ist daher ein BUA Customised RDMO. Hierzu statten wir das Open-Source-Tool RDMO (Research Data Management Organiser) mit BUA-spezifischen Erweiterungen aus, um die Nutzung des Tools und somit die Erstellung von DMPs für BUA-Forschende leichter und attrakltiver zu gestalten. Konkret erarbeiten wir BUA-spezifische RDMO-Templates (z. B. mit integrierten Informationen zu Ansprechpartner*innen und Diensten), binden FDM-relevante Formulare (z. B. Einwilligungserklärungen, Auftragsverarbeitungsverträge) ein und erarbeiten automatisierte Ausgaben (als README-Datei und Forschungsdaten-Policy). Die BUA-spezifischen Erweiterungen in RDMO werden gemeinsam mit Pilotanwender*innen aus den Exzellenzclustern getestet und weiterentwickelt. Darüberhinaus stimmen wir unsere Aktivitäten eng mit der RDMO-Community und der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) ab.
Ein strukturiertes und nachhaltiges FDM erfordert spezifische Fachkenntnisse. Das FDM erreicht eine höhere Qualität und ist effizienter, wenn Forschende durch Expert*innen im Bereich FDM, sog. “Data Stewards”, unterstützt werden. Da dies derzeit in der Breite nicht gegeben ist, hat das Teilprojekt 2 zum Ziel, FDM-Aufgaben in Exzellenzclustern zu übernehmen und damit pilotierend zu untersuchen, ob nicht fachspezifische, an einer zentralen Stelle verortete Data Stewards einen Mehrwert für die BUA schaffen können. Dabei gehen die Leistungen des Data Stewards über Beratung hinaus, und es wird eine aktive Arbeit an den Daten einzelner Arbeitsgruppen (AGs) erfolgen. Dies kann z.B. die Überführung in andere Dateiformate, die Dokumentation von Daten oder ihre nachvollziehbare Bereinigung einschließen. Darüber hinaus ist es geplant, dass Datensätze mit Untersützung des Data Stewards anderen Forschenden verfügbar gemacht werden. Wo diese Prozesse regelmäßig in den AGs umgesetzt werden soll, wird der Data Steward standardisierte Abläufe hierfür erarbeiten. Der Data Steward wird im Verlauf der Projektlaufzeit in verschiedenen AGs aus Berliner Exzellenzclustern mitarbeiten, darunter Matters of Activity und NeuroCure. Neben dem unmittelbaren Nutzen für die AGs wird das Projekt eine Evidenzbasis dafür liefern, wie Unterstützung im FDM in der BUA langfristig organisiert sein sollte.
Die Etablierung von FDM-Kompetenzvermittlung in Forschung und Lehre trägt entscheidend dazu bei, FDM an Institutionen zu verankern und zu professionalisieren. Teilprojekt 3 hat daher den Ausbau übergreifender FDM-Schulungs- und Kompetenzentwicklungsangebote zum Gegenstand - mit dem Ziel, die FDM-Expertise und –praxis an den BUA-Einrichtungen signifikant zu steigern und Forschenden ein nachhaltiges, effizientes, FAIR-konformes und den Anforderungen der Förderer entsprechendes Forschungsdatenmanagement deutlich zu erleichtern. Dazu zählen Hands-on-Workshops, interaktive Awareness- und Vernetzungsformate wie Aktionstage und FDM-Gesprächsreihen bis hin zu niederschwelligen Angeboten wie Coffee Lectures zu FDM-Tools und Services. Ergänzend dazu werden wir Konzepte für einen BUA-weiten Zertifikatskurs FDM evaluieren und ggf. pilotieren.
Neben generischen Angeboten für alle Statusgruppen sollen insbesondere auch zielgruppenspezifische Angebote für die Exzellenzcluster entstehen, um große interdisziplinäre Forschungsverbünde der BUA-Häuser bedarfsorientiert im FAIR-konformen Datenmanagement unterstützen zu können.
Die Kooperation und Vernetzung mit regionalen (Datenkompetenzzentren, FDM-Landesinitiativen) und nationalen Initiativen (NFDI) bildet einen weiteren Schwerpunkt des Teilprojekts, um dortige Erfahrungen, Praktiken und Angebote aufzugreifen und Kräfte zu bündeln.
In der modernen Forschung ist eine präzise Dokumentation unerlässlich. Unser Teilprojekt TP4 zielt darauf ab, die Effizienz des Datenmanagements in Laboren und experimentellen Arbeiten durch die Einführung elektronischer Laborbücher (ELN) zu steigern. ELNs sind mittlerweile als Best Practice im Forschungsdatenmanagement anerkannt und bieten eine strukturierte und zuverlässige Möglichkeit zur Erfassung und Verwaltung von Forschungsdaten.
Im Rahmen von TP4 entwickeln wir ein maßgeschneidertes Konzept für den Einsatz von ELN-Systemen, das den spezifischen Bedürfnissen der Berlin University Alliance entspricht. Unsere Projektziele umfassen die Bedarfsanalyse der BUA-Partner, die Durchführung einer Pilotphase mit der ausgewählten ELN-Lösung, die Entwicklung eines Architektur- und Betriebsmodells und den Aufbau einer engagierten Community von Pilotlaboren und Stakeholdern.
In der Bedarfsanalyse (AP1) werden die Anforderungen und Erwartungen der BUA-Partner gesammelt, verschiedene ELN-Systeme bewertet und eine Pilotphase geplant. In der Pilotphase (AP2) werden die ELN-Systeme technisch vorbereitet, Sicherheitsmaßnahmen überprüft und die Leistung der Systeme bewertet, wobei Anpassungen an die spezifischen Bedürfnisse der Pilotlabore entwickelt werden. Abschließend werden in der Dokumentations- und Reporting-Phase (AP3) alle Informationen systematisch dokumentiert und die Ergebnisse veröffentlicht.
Projektvorstellung bei der SaxFDM Tagung 2024 (Poster)
Projektvorstellung bei der Tagung FDM@Campus Göttingen 2024 (Poster)
Projektvorstellung bei der Research Data Alliance Deutschland Tagung 2025 (Poster)
Projektvorstellung bei den E-Science Tagen 2025 in Heidelberg (Poster)
Forschungsdatenmanagement in der Praxis - von Praktiker:innen für Praktiker:innen: Das ist Gegenstand unserer neuen Online-Gesprächsreihe "FDM@BUA", zu der wir Sie herzlich einladen.
Die Reihe gibt praxisnahe Einblicke in das Forschungsdatenmanagement Berliner Wissenschaftseinrichtungen. Dabei lernen Sie erprobte Ansätze kennen, erhalten konkrete Handlungsempfehlungen und kommen direkt mit Praktiker:innen ins Gespräch – disziplinübergreifend und anwendungsorientiert. Das Format richtet sich an FDM-Einsteiger:innen und Fortgeschrittene der Berlin University Alliance (BUA) und bietet Raum für Austausch zu aktuellen Fragen, Herausforderungen und Entwicklungen.
1. Vereinbarungen zum Umgang mit Forschungsdaten in Arbeitsgruppen und Kooperationsprojekten
Sie suchen Lösungen zum verlässlichen, nachhaltigen Management von Forschungsdaten in Ihrem Forschungsverbund? Dr. Andreas Hübner und Dr. Thomas Weitner (beide FU Berlin) geben anhand konkreter Beispiele einen praxisnahen Überblick
Ein besonderer Fokus liegt auf den rechtlichen Grundlagen und der praktischen Ausgestaltung von Nutzungsrechten.
👉 Sie haben konkrete Fragen zum Thema?
Reichen Sie gerne vorab Fragen oder Fallbeispiele ein, die in der Veranstaltung aufgegriffen werden sollen (Kontakt: Andreas Hübner)!
👉 Zielgruppe: Forschende und forschungsunterstützendes Personal (FDM- und/oder Projektmanager:innen, Data Stewards, FDM-Servicestellen) aller Qualifikationsstufen, die in ihren Arbeitsgruppen bzw. innerhalb von Forschungsprojekten mit Regelungen zum Umgang mit Forschungsdaten befasst sind.
👉 Speaker:
👉 Datum: 27.01.2026 | 10:00–12:00 Uhr (Webex)
👉 Anmeldung: https://tinyurl.com/3jh4thkt
👉 Anmeldeschluss: 23.01.2026
Wie kann FDM-Expertise nachhaltig und bedarfsbezogen in Verbundvorhaben verankert und praktisch umgesetzt werden? Dr. René Bernard (Charité) stellt das RETAIN Fellowship Programm (Research Data Management Implementation in the Neurosciences) vor, das einen kontextbezogenen Ansatz verfolgt, bei dem nachhaltige FDM-Strukturen aus dem jeweiligen Forschungsumfeld heraus entwickelt und gemeinsam getragen werden. Dabei erhalten Sie Einblicke in den Programmaufbau, aber auch in die Erfahrungen aus den beiden pilothaften RETAIN-Fellowships in präklinischen und klinischen Forschungskontexten. Die auch für andere Fächer modellhaften Ergebnisse zeigen, unter welchen Bedingungen FDM nicht als zusätzliche Belastung, sondern als tragfähige Infrastruktur für qualitativ hochwertige, wiederverwendbare Forschungsdaten wirksam wird.Sie erhalten Einblicke in:
👉 Bringen Sie gerne eigene Szenarien und Fragen aus Ihrem Projekt oder Ihrer Forschungsgruppe mit!
👉 Zielgruppe: Forschende und forschungsunterstützendes Personal (FDM-Manager:innen, Data Stewards, Projektmanager:innen) aller Qualifikationsstufen
👉 Speaker: Dr. René Bernard, Qualitätsmanager / Projektmanager - Value and Open Science (Exzellenzcluster NeuroCure, Charité)
👉 Datum: 11.02.2026 | 10:00–11:30 Uhr (Webex)
👉 Anmeldung:
👉 Anmeldeschluss: 09.02.2026
Weitere Termine für das Sommersemester 2026 sind in Planung.
👉 Interesse, als Speaker mitzuwirken? Haben Sie eigene Forschungsdatensätze, die Sie vorstellen möchten, FDM-Praktiken, die Sie diskutieren, oder FDM-Strategien, die sich für Sie bewährt haben? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung! Diskutieren Sie Best Practices, Herausforderungen und Lessons Learned in einer engagierten Peer Community und gewinnen Sie neue Impulse für Ihr Datenmanagement.
Kontakt: Dr. Aleksandra Trifonova