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Audre Lorde-Gastprofessur

Das Diversity and Gender Equality Network (DiGENet) der Berlin University Alliance (BUA) hat eine Gastprofessur zu Diversitätsforschung ins Leben gerufen. Die „Audre Lorde-BUA-Guestprofessorship for Intersectional Diversity Studies” wird nach der karibisch-amerikanischen Schriftstellerin, Bibliothekswissenschaftlerin und Anglistik-Professorin Audre Lorde benannt. Sie war als Gastprofessorin an der Freien Universität Berlin tätig und zwischen 1984 und 1992 immer wieder für längere Aufenthalte in Berlin. Die Audre Lorde-Gastprofessur soll einer zeitgemäßen, zukunftsorientierten Diversitätsforschung für und aus einer hyperdiversen, postkolonialen Metropole Konturen geben. Ihr Ziel ist es, diese Forschung sichtbar zu machen – lokal wie transnational – und sie einer breiteren Debatte zu öffnen. Sie soll den Berliner Wissenschaftsraum auf Augenhöhe mit der Realität der Stadtgesellschaft divers prägen.

Im Wintersemester 2021/2022 beleuchtet die Erziehungswissenschaftlerin und Geschlechterforscherin Professorin Maisha M. Auma im Rahmen der Vorlesungsreihe „Intersectional Diversity Studies. Critical Diversity and Gender Studies in the 21st Century“ Themen rund um Diversität in Wissenschaftsinstitutionen, Inklusion und Intersektionalität kritisch und aus transnationalen Perspektiven. Dabei soll unter anderem untersucht werden, wie marginalisierte Gruppen, die über wenig soziale Macht verfügen, an der Dekolonisierung von weißen und westlich zentrierten Wissensstrukturen beteiligt sind oder wie Fähigkeiten in Kritischer Diversität neue didaktische Rahmenbedingungen in der Lehre im Studium und in der Schule ermöglichen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Berlin Center for Global Engagement (BCGE) organisiert.

Programm der Vorlesungsreihe „Intersectional Diversity Studies. Critical Diversity and Gender Studies in the 21st Century“

Zusätzlich bietet Maisha M. Auma ein LabMeeting/Kolloquium im Blockformat an. Die LabMeeting-Sitzungen finden virtuell statt. In Kooperation mit der AG Kritische Perspektiven des DiGENet, dem Zentrum für Inklusionsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin (ZfIB), und der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (BuKoF) werden drei Schwerpunkte in internen und öffentlichen Werkstätten bearbeitet: einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff Diversität, einer Auseinandersetzung mit und einem Mapping von bereits durchgeführten und in Planung begriffenen Diversity-Umfragen und Erhebungen zu Diskriminierungserfahrungen an deutschen Hochschulen und Universitäten sowie Diversität und Lehrkräfteausbildung im Berliner Raum in Kooperation mit dem Fachdidaktischen Netzwerk des DiGENet. Die vier öffentlichen Sitzungen zielen darauf ab, den Arbeitsprozess samt Zielen und vorläufigen Erkenntnissen mit der interessierten (Fach-)Öffentlichkeit zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Das Kolloquium/LabMeeting ist offen für Masterstudierende mit fortgeschrittenen Kenntnisse der Geschlechter- und Diversitätsstudien.


Die im Sommersemester 2021 eingerichtete Professur hatten bisher inne: Maisha M. Auma.

Kontakt

Dr. Katharina Kinga Kowalski, Koordinatorin Cross-Cutting Themes Diversity and Gender Equality, Teaching and Learning und Internationalization
Tel.: +49 (0)30 / 838-51290
E-Mail: katharina.kowalski@berlin-university-alliance.de

Ana Nenadovic, Referentin (promoviert)
Tel.: +49 (0)30 / 838-61022
E-Mail: ana.nenadovic@berlin-university-alliance.de