ist eine renommierte Wissenschaftlerin und führende Persönlichkeit im Bereich der internationalen Gesundheit. Sie war die erste Vorsitzende des Ausschusses für Vielfalt, Inklusion und Zugehörigkeit (Februar 2023 – Mai 2025) und stellvertretende Vorsitzende des Akademischen Rates (März 2021 – März 2025) an der Curtin University in Westaustralien. Darüber hinaus ist sie seit 2018 Dekanin für internationale Angelegenheiten und seit 2022 Dekanin für Vielfalt, Inklusion und Zugehörigkeit an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Von 2011 bis 2017 leitete sie das Graduiertenprogramm derselben Fakultät. Ihre akademische Haupttätigkeit ist die Professur für internationale Gesundheit an der Curtin School of Population Health.
In ihrer über akademischen und beruflichen Karriere war Professor Dantas intensiv in Indien, Kenia, Uganda, Ruanda und Australien tätig und hat Beratungsaufträge in Ländern wie Pakistan, Kosovo, Timor-Leste, Sri Lanka, Singapur, Tansania, Südafrika und Äthiopien übernommen. Sie verfügt über umfangreiche Fachkenntnisse im Bereich des Wiederaufbaus nach Konflikten und des Kapazitätsausbaus in akademischen Einrichtungen, insbesondere in Ostafrika und Südostasien.
Professor Dantas hat auch eine aktive Rolle in der internationalen Politik und Interessensvertretung gespielt. Von 2015 bis 2019 und erneut von 2023 bis 2025 war sie Delegierte der Kommission der Vereinten Nationen für die Stellung der Frau in New York. Derzeit ist sie Präsidentin von Australian Graduate Women, Mitglied des Committee of Women in Global Health (australischer Zweig) und war internationale SIG-Koordinatorin der Public Health Association of Australia (2012–2025). Seit 2020 ist sie außerdem eine preisgekrönte Medienkommentatorin. Ihre Forschung basiert auf starkem gesellschaftlichem Engagement und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Seit 2000 leitet sie ein umfangreiches Forschungsprogramm zur Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten mit Schwerpunkt auf Frauen und Jugendlichen.
Ihre Arbeit untersucht die sozialen Determinanten von Gesundheit und Gesundheitsgerechtigkeit und legt den Schwerpunkt auf psychosoziales Wohlbefinden durch partizipative und gemeinschaftsbasierte Ansätze, die sowohl in die Politik als auch in die Praxis einfließen. Außerdem unterrichtet sie im Masterstudiengang Public Health an der School of Population Health der Curtin University. Derzeit leitet Professorin Dantas mehrere wichtige Projekte. Dazu gehören eine groß angelegte, finanzierte Studie über familiäre und häusliche Gewalt in Migrantengemeinschaften in Westaustralien, eine Bewertung der Umsetzung des Rahmenwerks für familiäre und häusliche Gewalt beim North Metropolitan Health Service, ein neu gestartetes Photovoice-Projekt mit ukrainischen Vertriebenen und ein Großprojekt mit Schwerpunkt auf gefährdeten Jugendlichen.
Am Institut für Gender in der Medizin (GiM) der Charité – Universitätsmedizin Berlin kuratierte Professorin Jaya Dantas eine Reihe von wissenschaftlichen Veranstaltungen, Kooperationen und strategischen Treffen und nahm daran teil. Diese Aktivitäten spiegelten ihre globale Expertise in den Bereichen Gender, Gesundheitsgerechtigkeit und inklusive Führung wider und richteten sich an ein vielfältiges wissenschaftliches Publikum aus der gesamten Berliner Hochschullandschaft. Prof. Dantas begann ihren Aufenthalt mit einem Treffen mit Forschungsteams der Charité, um diversitätsorientierte Projekte wie die DiGENet-Arbeitsgruppe DiMIS (Diversity Minimal Item Set) zu diskutieren und ihre Erfahrungen zu teilen. Zu ihren ersten Beiträgen gehörten Überlegungen zur Gesundheitsförderung in gefährdeten Bevölkerungsgruppen und zu den sozialen Determinanten von Gesundheit, die den Ton für einen von interdisziplinärem Austausch geprägten Besuch angaben.
Während des World Health Summit nahm sie aktiv an zahlreichen hochrangigen Diskussionen teil und hielt bei einer Mittagsveranstaltung eine Grundsatzrede über Karrieremöglichkeiten im globalen Gesundheitswesen mit den Schwerpunkten Geschlechtergleichstellung, Gerechtigkeit, Führungskompetenz und Interessenvertretung. Im November leitete sie gemeinsam mit Prof. Simone Diniz eine Reihe von Workshops und Vorträgen zu den Themen Geschlechtergleichstellung im Gesundheitswesen, partizipative Forschung und Führungskompetenz im Bereich Diversität. Zu den Höhepunkten der Gastprofessur gehörten eine Grundsatzrede beim „14. DiGENet-Dialog zu Gender, globaler Gesundheit und dem globalen Süden“ sowie Workshops zu akademischem Schreiben und gesellschaftlichem Engagement für Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler. Zu ihren Lehrtätigkeiten gehörten Vorlesungen zu Ableismus und Hebammen in der Gemeinde, die sowohl Studenten als auch wissenschaftliche Mitarbeiter der Charité Medical University erreichten.
Prof. Dantas leistete auch einen wichtigen Beitrag zu den GiM Lab Meetings, indem sie praktische Anleitungen zum wissenschaftlichen Schreiben gab und Einblicke in internationale Gesundheitssysteme und Forschungspraktiken vermittelte. Neben Lehrveranstaltungen und öffentlichen Veranstaltungen nahm Prof. Dantas an strategischen Planungssitzungen mit der Leitung der Charité und anderen Gastprofessoren teil, um zukünftige Kooperationen und langfristige institutionelle Partnerschaften zu erörtern. Dazu gehörte auch die Teilnahme an der Sitzung des Vorstands der Berlin University Alliance, wo sie sich an Diskussionen über die Auswirkungen und die zukünftige Ausrichtung des Audre-Lorde-Gastprofessorenprogramms beteiligte.