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Archiv der Netzwerktreffen

Zum 04. Netzwerktreffen am 06.11.2024 lud die Humboldt-Universität zu Berlin ins Auditorium ihres Jacob- und-Wilhelm-Grimm-Zentrums ein. Das Treffen startete mit einem Zeitfenster für Fingerfood und freies Netzwerken, bevor Professor Christoph Schneider, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin, die Anwesenden mit einem Grußwort willkommen hieß.

Der thematische Teil, geleitet von Professorin Christine Gockel (HWR Berlin), beleuchtete Aspekte der Führungstätigkeit. Unter dem Titel „Management versus independence of students, PhDs and postdocs“ wurden Stellschrauben des Empowerments, Ebenen der Führung sowie Methoden des Debriefings und Feedback-Gebens besprochen. Evidenzbasierter Input, Anregungen zu individuellen Überlegungen und Gruppendiskussionen boten Raum zur Reflexion persönlicher, aktuell bewegender Führungserfahrungen.

Im dritten Teil unterstützte unsere Mentoring-Expertin, Carmen Kurbjuhn, das Anliegen, Tenure-Track-Professor*innen zur Vernetzung in einer Peer-Mentoring-Gruppe zu finden. Parallel bestand die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und/oder die Tenure-Track-Referent*innen der BUA-Partnerinnen zu hausspezifischen Verfahrensregeln zu befragen.

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Netzwerken mit Bierkrügen - eine gemütliche Ecke im Schleusenkrug machte es möglich. Professor Daniel Guhl (HU, Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Konsumentenverhalten) und Professor Jonas Østergaard Nielsen (HU, Fachgebiet Integrative Geographie) teilten persönliche Eindrücke aus ihren Evaluationsverfahren und beantworteten Fragen. In kleinen Kreisen wurde angesprochen, was momentan bewegt. Verbindungen wurden vertieft und neu geknüpft. Mehr als einmal offenbarten die Gespräche Wege, die bisher nicht im Blick waren. 

Gastgeberin des 03. Netzwerktreffens am 19.03.2024 war die Charité - Universitätsmedizin Berlin. Der Prodekan für Forschung mit klinischem Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät, Professor Ulrich Kintscher, empfing die Anwesenden im neuen, programmatisch benannten Gebäude „Charité CrossOver (CCO)“. Er schätzte das BUA-Peer-Mentoring-Angebot als gelungenes Beispiel für institutionelles und fachliches „CrossOver“, machte bewusst, dass Tenure-Track-Professuren im jetzigen Zuschnitt strukturell neu sind, und bekräftigte, dass neue Prozesse intensive Kommunikation benötigen, wenn sie nachhaltig Erfolg haben sollen.

Der moderierte Teil widmete sich dem Thema Forschungsqualität, insbesondere dem Aspekt Forschungsbewertung. Forschungsbewertung ist für Tenure-Track-Professor*innen aus zwei Blickwinkeln relevant: Zum einen agieren sie in der Scientific Community selbst als Wertende (Peer-Reviewer, Gutachter*innen für Drittmittelanträge, Mitglieder von Berufungskommissionen usw.). Zum anderen stehen ihnen mit den Evaluationsverfahren spezielle Bewertungsverfahren bevor, deren Verlauf sie durch bewusste Gestaltung ihrer Selbstberichte mitbestimmen können. Professor Ulrich Dirnagl vom Berlin Institute of Health, Gründungsdirektor des QUEST Center for Responsible Research, hielt einen Impulsvortrag und beantwortete Fragen. Mit Zahlen und Beispielen belegte und illustrierte er eindrucksvoll seine Kernbotschaft: Wir müssen von quantitativen Bewertungsparametern zu qualitativen wechseln. Ein World-Café bot Gelegenheit, zum Gehörten zu diskutieren. Die Moderation des thematischen Teils übernahm Carmen Kurbjuhn.

Zum offenen Netzwerken bei Kaffee und Fingerfood begrüßte die Geschäftsführerin der BUA, Alexandra-Gwyn Paetz. Gemeinsam mit Dr. Martin Breuer und Caroline Bacciu von der Management Unit des Objective Promoting Talent stand sie anschließend für Gespräche zur Verfügung. Themen und Wünsche für das nächste Netzwerktreffen wurden auf Fragebögen gesammelt.

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Zum 02. Netzwerktreffen am 17.11.2023 empfing die Freie Universität Berlin im repräsentativen Dachgeschoss der Fabeckstraße 23/25.

Im thematischen Teil moderierte Dr. Martina van de Sand eine Diskussionsrunde zum Thema Mikropolitik mit dem Titel „Tenure-Track Professors – Equal oder Unequal?“ Im Zentrum der Diskussion stand der alltägliche Balanceakt, der sich aus der Doppelstellung der Tenure-Track-Professor*innen ergibt: Zum einen dienen ihre Stellen der Qualifizierung, so dass sie dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugerechnet werden. Zum anderen haben Tenure-Track-Professor*innen den gleichen Mitgliedschaftsstatus und im Wesentlichen die gleichen Aufgaben wie etablierte Professor*innen. Es wurde die Frage besprochen, was dies für das akademische Miteinander bedeutet. Sind Unterschiede spürbar, wenn es um Redeanteile und Einfluss in Gremien, Wertschätzung bei wissenschaftlichen Kooperationen und die Verteilung von Lehr- und Verwaltungsaufgaben geht? Wird der Umgang mit den etablierten Kolleg*innen durch die Tatsache beeinflusst, dass diese später an der Zwischen- und Tenure-Evaluation beteiligt sein könnten? Dr. Martina van de Sand startete das Gespräch auf einem Podium, dem Professorin Theresa Roth (Humboldt-Universität zu Berlin) und Professorin Franziska Hausmann (Charité - Universitätsmedizin Berlin) als frisch berufene Tenure-Track-Professorinnen, Professorin Birgit Beck (Technische Universität Berlin) als ehemalige Tenure-Track-Professorin und Professor Christian Thomsen (Technische Universität Berlin, dort Präsident von 2014 bis 2022) als langjähriger Professor angehörten. Anschließend öffnete sie die Diskussion für das Auditorium, so dass ein lebhafter Austausch zwischen allen Teilnehmer*innen entstand.

Im zweiten Teil boten sich zwei Möglichkeiten. Zum einen bestand die Option, das Peer-Mentoring-Angebot kennenzulernen. Unsere Mentoring-Expertin Carmen Kurbjuhn, die die Gründung der Peer-Mentoring-Gruppen von Anfang an begleitet hat, moderierte die Vorstellung der bereits bestehenden Gruppen und unterstützte interessierte Teilnehmer*innen, eine Peer-Mentoring-Gruppe zu finden oder zu gründen. Zum anderen bestand Gelegenheit, bei Kaffee und Fingerfood in einen individuellen Austausch zu kommen. Die offene Atmosphäre ermöglichte den Wechsel zwischen beiden Angeboten sowie freies Kommen und Gehen, so dass alle Teilnehmer*innen nach ihren Möglichkeiten und Interessen profitieren konnten. Wünsche zu Zeitpunkt und Themen des nächsten Netzwerktreffens wurden auf einer großen Plakatwand gesammelt.

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Das Auftakttreffen fand am Montag, dem 05.06.2023, im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin im Raum H3005 statt. Viele Tenure-Track-Professor*innen hatten ihr Fachgebiet frisch angetreten. Die Sprecherin der BUA und Präsidentin der Technischen Universität Berlin, Professorin Geraldine Rauch, eröffnete das Event, würdigte die BUA als Karriereraum und präsentierte das Vernetzungsangebot für Tenure-Track-Professor*innen als gelungenes Beispiel für die Vorteile, die der Zusammenschluss in der BUA bringt.

Kaffee, Fingerfood und Stehtische luden ein, miteinander in Kontakt zu kommen. Parallel gaben drei Themeninseln strukturierten Input. An der Insel „Mentoring – From Peer to Peer“ moderierte unsere Mentoring-Expertin, Carmen Kurbjuhn, das Matching erster Peer-Mentoring-Gruppen. Es fanden sich fünf Gruppen zusammen, die wir in den kommenden Wochen weiter begleitet haben. Am Tisch „Let’s Talk about Being Evaluated“ teilten zwei (ehemalige) Tenure-Track-Professor*innen ihre Eindrücke aus der Zwischen- bzw. Tenure-Evaluation. Der große Zulauf und die vielen Fragen zeigten, wie viel Sicherheit im Umgang mit der neuen Personalkategorie noch gewonnen werden muss. Tenure-Track-Professor*innen mit Kindern und/oder Pflegeaufgaben fanden Rat und Unterstützung an der Insel „Let’s Talk about Family and Professorship”, die die universitären Familienbüros gestalteten. Themen und Wünsche für das nächste Netzwerktreffen wurden im Rahmen einer anonymen Online-Umfrage gesammelt.

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