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Was macht eigentlich ein Exzellenzcluster?

Zum Abschluss des Abends gaben drei Forschende aus den Berliner Exzellenzclustern NeuroCure, MATH+ und dem Center for Chiral Electronics Einblicke in ihre aktuelle Forschung – und zeigten, wie verständlich und lebendig Wissenschaftsvermittlung sein kann.

Forschung zum Anfassen

In kurzen Vorträgen erklärten die Wissenschaftler*innen, woran sie arbeiten – und warum ihre Themen gesellschaftlich hoch relevant sind: Es ging um die Kommunikation von Gehirnzellen, die Bedeutung mathematischer Modellierungen für das Verständnis von Meinungsbildungsprozessen und neue Wege zu energieeffizienter Elektronik.

Dr. med. Yangfan Peng (NeuroCure, Charité) zeigte mit einem interaktiven Experiment, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren – und ließ dazu mehrere Personen im Publikum mithilfe von Schnüren den Informationsfluss im Gehirn nachstellen. Bei NeuroCure forscht er an lebenden Gehirnzellen untersucht er solche Prozesse unter dem Mikroskop.

Prof. Dr. Piet Brouwer (Center for Chiral Electronics, FU Berlin) sprach über den steigenden Energieverbrauch durch digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz – und darüber, wie das physikalische Prinzip der Chiralität helfen kann, elektronische Bauteile deutlich energieeffizienter zu machen. Dass Chiralität gar nicht so kompliziert ist, bewies er mit einem einfachen Beispiel: unseren linken und rechten Händen.

Prof. Dr. Andrea Walther (Sprecherin MATH+, HU Berlin) berichtete von der Arbeit ihres Clusters, der sich auf anwendungsorientierte Mathematik spezialisiert. Sie erklärte, wie Mathematik dabei hilft, komplexe gesellschaftliche Fragen zu untersuchen – zum Beispiel: Wie entsteht Meinung? Und wie verbreitet sie sich? Mit einem "Stille-Post-Experiment" machte sie erfahrbar, wie Information von Person zu Person getragen wird.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmenden und dem Publikum! Wir sehen uns in 2026.

So war es bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2024!

Fotocredit: Berlin University Alliance / José Piña