Springe direkt zu Inhalt

Exzellenzcluster-Serie. Teil 1: SCRIPTS

Die Verteidigung der Freiheit beginnt an den Universitäten

Weltweit geraten liberale Ordnungen ins Wanken. Warum und von wem sie angefochten werden – und wie liberale Demokratien resilienter werden – erforscht der Berliner Exzellenzcluster SCRIPTS. Die Academic Freedom Week macht sichtbar, wie sich diese Entwicklungen konkret auf Wissenschaftsfreiheit und gefährdete Forschende auswirken. Dies ist Teil 1 unserer neuen Exzellenzcluster-Serie.

Wandgemälde des indischen Juristen und Soziakreformer Dr. Babasaheb Bhimrao Ambedkar, der als Symbol für Kampfgeist, Intelligenz und soziale Gerechtigkeit in Indien gilt.

Wandgemälde des indischen Juristen und Soziakreformer Dr. Babasaheb Bhimrao Ambedkar, der als Symbol für Kampfgeist, Intelligenz und soziale Gerechtigkeit in Indien gilt.
Bildquelle: Adhitya Sibikumar/unsplash

Demokratien und liberale Gesellschaften geraten weltweit zunehmend unter Druck. Autokraten oder autokratische Parteien versprechen einfache Lösungen für komplexe Themen und Probleme und genießen so zunehmend Zuspruch. Vertrauensverluste in etablierte demokratische Parteien, soziale Ungleichheiten und kulturelle Verunsicherungen begünstigen währenddessen den Aufstieg populistischer Bewegungen. Ihr wachsender Einfluss zeigt, dass Herausforderungen für liberale Ideen und Institutionen auch aus dem Inneren liberaler Gesellschaften heraus entstehen. Der Berliner Exzellenzcluster Contestations of the Liberal Script (SCRIPTS) untersucht diese Dynamiken aus historischer, globaler und vergleichender Perspektive und fragt, warum liberale Ordnungen ins Wanken geraten – und wie sie bestehen können. 

Auch die Wissenschaftsfreiheit steht unter Druck. Der Academic Freedom Index 2026 zeigt weltweit Rückgänge – selbst in Deutschland, das dennoch weiterhin eine vergleichsweise gute Stellung behält. Wissenschaftsfreiheit ist damit kein Selbstläufer, sondern ein Gut, das geschützt werden muss. 

Was das konkret bedeutet, zeigen die Erfahrungen zweier Gastwissenschaftler*innen, die aus Ländern mit besonders niedriger Wissenschaftsfreiheit nach Deutschland geflohen sind. Im Interview berichten sie von Bedrohungen in ihren Heimatländern, ihrem Neuanfang und der persönlichen Bedeutung freier Forschung. Anlass, diese Perspektiven zu bündeln, bietet die Academic Freedom Week vom 18. bis 22. Mai in Berlin, organisiert von Scholars at Risk, der Berlin University Alliance und weiteren nationalen wie internationalen Partner:innen.