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VIVO: aufzeichnen, suchen und visualisieren wissenschaftlicher Aktivitäten

Das VIVO-Projekt zielt darauf ab, eine Plattform für die Recherche, Sammlung und Darstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und ihrer Forschung sowie ihren Aktivitäten im Rahmen der BUA aufzubauen.


Stellenausschreibung: IT-Entwickler*in (m/w/d) VIVO-Plattform
Bewerbungen sind bis zum 15. Oktober 2021 möglich.
Aufgabengebiet: Entwicklung der Plattform in Abstimmung mit dem Team, Implementierung von Schnittstellen und Einbindung von weiteren Anwendungen

Motivation

Bisher finden sich Informationen zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie zu ihrer Forschung und ihren Aktivitäten an den Berliner Universitäten zumeist verstreut und ohne eine übergreifende Orientierungsmöglichkeit. Ein gemeinsamer Katalog, der die bestehenden Angebote der Hochschulen und die Informationen des Web integriert, ermöglicht Transparenz und erleichtert die Netzwerkbildung mit Nachbardisziplinen deutlich. Zusätzlich kann eine solche virtuelle Anlauf- und Informationsstelle die Wissenschaftskommunikation und den Wissenstransfer deutlich fördern.

Funktionalität

Dieses Vorhaben erfordert eine Verwaltungs- und Analyseplattform, um das Stammdatenmanagement verbundweit zu koordinieren. Außerdem erfordert es, eine föderierte, nutzungsorientierte Forschungsinformationsplattform (FIP) einzurichten, die zugleich eine Einzelansicht der beteiligten Institutionen ermöglicht. VIVO ist eine Plattform für die Präsentation und Verwaltung von Daten über Forschende und Fakultätsmitglieder und bietet gleichzeitig eine Ontologie zur Darstellung der Wissenschaft unter Einbindung bestehender Forschungsinformationssysteme. Die Open Source-Software verwendet Techniken des Semantic Web, um strukturiert und durchsuchbar Menschen und ihre Arbeit zu präsentieren. Auch Forschungsdaten, Forschungsgeräte und soziale Plattformen lassen sich einbinden; Netzwerkanalysen, Expertenfindung, Visualisierung und Analyse der Forschungswirkung sind direkte Bestandteile der Plattform.

VIVO soll für die Entwicklung der FIP als Basis dienen. Es verfügt über eine etablierte, große internationale Community, ist funktionsstark und das Vorhaben kann von den bereits existierenden breiten Schnittstellenangeboten und Big Data-Analysen profitieren. Derzeit werden unter anderem die Standards CASRAI, EUROCRIS, DCterms, BIBO, OCLC, ORCiD, BFO, Vcard und viele Import- und Harvesting-Funktionen für etablierte Informationsplattformen unterstützt. Hierdurch werden Mehrfachaufwendungen für die Entwicklung vermieden und dieses Projekt kann sich auf die wesentlichen funktionalen Gestaltungsaspekte konzentrieren.

Ausblick

Die Humboldt-Universität zu Berlin war auf den letzten internationalen Konferenzen von VIVO vertreten und hat in Gesprächen bereits die mögliche Zusammenwirkung mit VIVO eruiert. Für eine stärkere Zusammenarbeit ist eine Platinum-Mitgliedschaft innerhalb der VIVO-Community erforderlich, wodurch eine direkte Mitsprache für die kommenden Entwicklungen der Plattform möglich ist. Die Nachhaltigkeit der Software und der Plattform sind somit gewährleistet und berechenbar, was Aufwand, Kosten und Ergebnis betrifft. Die Forschungsinformationsplattform FIP kann perspektivisch zu einem One-Stop-Shop des Verbunds für den Zugriff auf die Vielzahl an Forschungsressourcen ausgebaut werden. Dazu sollte die Plattform eine Art datenaggregierendes Meta-Portal darstellen – mit Suchfunktion sowie, unter anderem, einer Übersicht mit Verlinkung zu den weiteren thematischen Teilbereichen. Dieses Portal wirkt darüber hinaus durch seine Datenbasis auswertend an der Weiterentwicklung von Service-Angeboten mit.

Schlüsselwörter: VIVO, Forschungsinformationssysteme, Forschungsinformationsplattform, Forschungsdatenmanagement, Open access, Open research, Semantic web, Linked-data, Web 3.0.

Ziele

  • Entwicklung, Betrieb und Weiterentwicklung einer Plattform für die Recherche, Sammlung und Darstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und ihrer Forschung sowie ihren Aktivitäten.
  • Aufbau einer verbundweiten, föderierten Forschungsinformationsplattform (FIP) auf Grundlage standardkonformer Forschungs- und Personendaten, inklusive Data Mining in der FIP
  • Entwicklung einer den Verbund repräsentierenden Ontologie zur Abbildung der gewünschten Datenanalysen, -Visualierungen und -Zusammenführungen

Laufzeit

Die aktuelle Phase läuft für 2,5 Jahre, bis zum 30. September 2023.