Anfang 2019 stellte IBM den ersten kommerziell – also außerhalb von Laborumgebungen – nutzbaren Quantencomputer vor, den IBM Q System One. Credit: IBM Research
Persönlich denke ich jedoch nicht, dass wir in den kommenden zehn Jahre den Effekt von Quantencomputern im Alltag spüren werden. Bisher ist noch kein existierender Quantencomputer stark genug, um es mit einem herkömmlichen Computer aufnehmen zu können. Das Problem ist, dass die Quantenzustände, die wir kontrollieren wollen, unglaublich fragil und dadurch störanfällig sind. Wenige Qubits können schon gut kontrolliert werden, bei Millionen Qubits ist es aber eine phänomenale Herausforderung. Die Skalierbarkeit ist also ein Problem.
Die zweite Frage ist, wie Quantencomputer im Alltag spürbar werden, wenn sie denn da sind. Viele Leute denken, dass wir dann Quantencomputer in unserer Hosentasche tragen werden oder der neue Gamingcomputer auf Quanten basiert. Dass Quantencomputer wie klassische Computer von jedermann verwendet werden, ist möglich, aber zurzeit nicht absehbar.
Obwohl Quantencomputer alles und mehr können als klassische Computer, kommen die extra Fähigkeiten der Quantencomputer mit einem technischen Overhead. Das heißt, dass Standardrechnungen auf dem Quantencomputer sehr viel langsamer sind.