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Elektronenmikroskop-Aufnahme einer Sawfish Cavity: Obenansicht der winzigen Diamantstruktur. Das Design und die Simulation stammen von Julian Bopp, gefertigt wurde sie von Marco Stucki.

Elektronenmikroskop-Aufnahme einer Sawfish Cavity: Obenansicht der winzigen Diamantstruktur. Das Design und die Simulation stammen von Julian Bopp, gefertigt wurde sie von Marco Stucki.

Mit der Hoffnung, dass die breite Forschungsgemeinschaft unsere Struktur ausprobiert, wollten wir einen Namen finden, den man sich gut merken kann. Die Nase des Sägefisches erinnert an das wellenförmige Muster unserer Struktur. Der Name ist kurz, knackig und bleibt einem im Kopf.

Du arbeitest mit Diamanten auf Nanoskala – wie kann man sich das vorstellen?

Unsere Cavity ist zwar circa einen hundertstel Millimeter lang, hat aber eine Breite von idealerweise nur 20 Millionstel Millimeter. Würde man ganz Berlin auf die Breite eines menschlichen Haares verkleinern, wäre die Breite der Cavity etwa so groß wie die Kugel auf dem Fernsehturm. Auf dieser Skala mit Diamant zu arbeiten, ist eine zusätzliche Herausforderung, denn es ist das härteste Material der Welt und kann nur durch Diamant selbst zerkratzt werden. Chemisch ist Diamant nicht reaktiv, so dass starke Säuren und Basen Diamant nichts anhaben können.

Wie stellst du so kleine Strukturen in einem so harten Material her?

Mit Plasma. Wir verwenden die Technologien, die von der Halbleiterindustrie entwickelt wurden, um Mikrochips herzustellen. Etwas vereinfacht gesagt, tragen wir eine Art Lack auf den Diamanten auf.