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Welche Vorteile ergeben sich aus der Kooperation zwischen den vier BUA-Partnerinstitutionen?

Die Zusammenarbeit der vier Universitäten ist die eigentliche Stärke von BerlinUP. Keine Einrichtung allein könnte eine solche Infrastruktur in gleicher Breite und Stabilität aufbauen. Gemeinsam bündeln wir Expertise, teilen Ressourcen und können ein Verlagsprogramm anbieten, das die gesamte Forschungslandschaft Berlins abbildet. Alle Partner bringen ihre Stärken ein: die TU Berlin im Bereich Bücher, die FU Berlin bei Journals, HU Berlin und Charité mit Beratungsexpertise. So entsteht ein gemeinsames Portfolio, von dem alle profitieren. Gleichzeitig senden wir mit dieser Kooperation ein Signal: Wissenschaftliche Einrichtungen können gemeinsam tragfähige Alternativen zu kommerziellen Strukturen schaffen – nachhaltig, qualitätsorientiert und zum Nutzen aller.

Welche Rolle spielt BerlinUP innerhalb der Berlin University Alliance?

BerlinUP ist ein Schaufenster für das, was die BUA unter Offener Wissenschaft versteht: Der Verlag macht die Forschungsergebnisse sichtbar, stellt sie weltweit zur Verfügung und trägt so zur Profilbildung des Verbunds bei. Wir setzen zentrale Ziele der BUA wie „Research Quality and Value“ und „Sharing Resources“ um, indem wir qualitätsgeprüfte Publikationsmöglichkeiten und geteilte Infrastrukturen schaffen. Darüber hinaus ist BerlinUP ein praktisches Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit im Exzellenzverbund funktioniert: gemeinsam finanzierte Infrastruktur, die allen Partnern zugutekommt und zugleich über die BUA hinauswirkt. Gleichzeitig steigern wir die Sichtbarkeit der BUA nach außen. Dass vier große Einrichtungen einen gemeinsamen Verlag gründen, hat bundesweit Beachtung gefunden.

Was hat sich mit BerlinUP verändert, auch für die BUA-Partnerinnen und ihre Forschenden?

BerlinUP ist als ambitioniertes Projekt der BUA gestartet und Ende 2023 in den Dauerbetrieb als Verlag mit einer entsprechenden Governance überführt worden. Diese veränderten, organisationellen Rahmenbedingungen wirken vor allem im Hintergrund und sichern das Verlagsangebot langfristig ab. Für Forschende hat sich vor allem die Publikationslandschaft erweitert. Sie haben mit BerlinUP die Möglichkeit, Open Access auf höchstem Qualitätsniveau zu publizieren, ohne finanzielle Hürden. Besonders Nachwuchswissenschaftler*innen ohne große Budgets nutzen dieses Angebot. Auch die Einrichtungen selbst profitieren: Bibliotheken tauschen sich enger aus, Open Access ist sichtbarer geworden, und Fachzeitschriften haben den Schritt zu Open Access geschafft. BerlinUP holt ein Stück Kontrolle zurück in akademische Hand.