Jürgen Christof ist Sprecher von Berlin Universities Publishing (BerlinUP), dem Open-Access-Verlag des Berliner Exzellenzverbunds. Im Interview spricht er über Diamond Open Access, die Zusammenarbeit der Berliner Universitäten und den Anspruch, Wissen ohne Hürden zugänglich zu machen.
In einer Zeit, in der wissenschaftliche Erkenntnisse noch zu oft hinter Paywalls verborgen bleiben, setzt Berlin Universities Publishing (BerlinUP) ein klares Zeichen für Offenheit. Der von der Freien Universität, der Humboldt-Universität, der Technischen Universität und der Charité – Universitätsmedizin Berlin gegründete Open-Access-Verlag macht Forschungsergebnisse weltweit frei zugänglich – ohne Gebühren für Autor*innen oder Leser*innen. Statt auf kostspielige Publikationsgebühren setzt BerlinUP auf das Prinzip des Diamond Open Access und eine institutionelle Finanzierung. Im Interview erklärt Jürgen Christof, derzeitiger Sprecher des Verlages und Direktor der Universitätsbibliothek der TU Berlin, wie BerlinUP den Zugang zu Wissen gerechter gestalten will und warum die vier Verbundpartnerinnen hier gemeinsame Wege gehen.
Können Sie uns kurz erklären, was BerlinUP ist?
BerlinUP ist ein wissenschaftlicher, nicht-kommerzieller Open-Access-Verlag für alle disziplinären Schwerpunkte der Berliner Forschungslandschaft. BerlinUP unterstützt die Forschenden mit Beratungsangeboten, die alle wesentlichen Aspekte des wissenschaftlichen Publizierens umfassen und stark an der Praxis orientiert sind. Insgesamt leistet der Verlag einen Beitrag zur Vielfalt der Publikationslandschaft und erweitert die Wahlmöglichkeiten bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen.
Darüber hinaus bieten Universitätsverlage folgende Vorteile: Sie sind an eine Forschungseinrichtung angebunden, das Verlagsprogramm spiegelt das Profil ihrer Einrichtung wider und Open Access steht im Vordergrund. Damit ein Verlag von den eigenen Wissenschaftler*innen anerkannt ist, muss er wissenschaftlich und formal hohe Qualität sichern - und dies transparent und ohne Gewinnabsicht tun.

