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"Wasser für alle?" – eine Sonderausgabe der BUA Open Space-Reihe

Wasser kommt bei uns ganz selbstverständlich aus dem Hahn – doch wie lange noch? Auch in Berlin und Umgebung wird die Ressource knapper: Weniger Regen, sinkende Grundwasserspiegel und ein wachsender Bedarf durch Bevölkerung, Industrie und Landwirtschaft bringen das System unter Druck.

Im BUA OPEN SPACE zur Langen Nacht der Wissenschaften luden wir unser Publikum ein, gemeinsam mit Forschenden und Akteurinnen aus Politik und Kultur über die Wasserzukunft Berlins zu sprechen.

Wer war dabei?

Auf dem Podium saßen: Prof. Dr. Irina Engelhardt, Hydrogeologin an der TU Berlin, Frauke Bathe, Referatsleiterin für Wasserwirtschaft und Geologie bei der Berliner Senatsverwaltung und Dr. Anna-Lisa Dieter, Kuratorin am Humboldt Labor. Moderiert wurde die Diskussion von Mads Pankow.

Brandenburg als Sorgenkind

Gleich zu Beginn machte Irina Engelhardt deutlich: Brandenburg ist besonders stark betroffen. Die Region hat vergleichsweise geringe Niederschlagsmengen, ein trockenes, kontinentales Klima, hohe Sommertemperaturen – und durch die ganzjährig grünen Nadelwälder eine hohe Verdunstung. Die Folge: Wasser ist hier ein strukturell knappes Gut.

Wasser, Gesellschaft und Kultur

Dr. Anna-Lisa Dieter lenkte den Blick auf die sozialen und kulturellen Dimensionen der Wasserfrage. Sie sprach über das Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Aktivismus – ein Thema, das auch in der kommenden Ausstellung „on water. WasserWissen in Berlin“ eine Rolle spielt, die im Oktober im Humboldt Forum eröffnet wird.

Was tut die Stadt Berlin?

Frauke Bathe schilderte die aktuelle Strategie der Berliner Verwaltung: Der Fokus liegt derzeit auf Kommunikation, nicht auf Regulierungen. Doch der öffentliche Druck wächst – das zeigte auch die rege Beteiligung aus dem Publikum.