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Berlin Science Survey: 70 Prozent der Wissenschaftler*innen im Berliner Forschungsraum bewerten Kooperationsmöglichkeiten mit „gut“ oder „sehr gut“

Die Kooperationsmöglichkeiten im Forschungsraum der Berlin University Alliance beurteilen die meisten Wissenschaftler*innen in Berlin als „gut“ oder „sehr gut“. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Schwerpunktauswertung des Berlin Science Survey. Mit der wissenschaftlichen Trendstudie erkundet das Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin seit 2021 Einstellungen von Berliner Wissenschaftler*innen zu Themen wie Forschungsqualität in der Wissenschaft, Wissenstransfer in die Gesellschaft oder Open Science.

News vom 06.09.2023

Knapp drei Viertel der vom Berlin Science Survey befragten Berliner Wissenschaftler*innen bewerten die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Kolleg*innen im Forschungsraum der Berlin University Alliance mit „eher gut“ oder „sehr gut“, wie das Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin in einer neuen Schwerpunktauswertung des Berlin Science Survey festgestellt hat. Die Trendstudie zum kulturellen Wandel in der Berliner Forschungslandschaft wird von der Berlin University Alliance gefördert.

Der Online-Befragung von 1.098 Wissenschaftler*innen zum Thema Kooperation zufolge ist das Ausmaß an Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen in Berlin beachtlich: Gut 95 Prozent der Befragten gaben an, in ihrer Forschung „gelegentlich“, „häufig“ oder sogar „ausschließlich“ zu kooperieren. Trotz des hohen Ausmaßes an Zusammenarbeit würde knapp die Hälfte der Forscher*innen sogar noch mehr kooperieren, wie die aktuelle Auswertung des Berlin Science Survey zeigt.

„Mit unserer auf Dauer angelegten wissenschaftlichen Trendstudie zum Berliner Forschungsraum wollen wir Perspektiven von Wissenschaftler*innen bündeln und ihnen in wissenschaftspolitischen Debatten Gehör verschaffen“, umreißt Dr. Denise Lüdtke, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Berlin Science Survey das Kernanliegen des Projekts. Dessen Leiter Dr. Jens Ambrasat betont: „Die Ergebnisse zum Thema Kooperation zeigen erneut, wie wichtig es ist das wissenschaftliche Feld nach Karrierestufen und Disziplinen differenziert zu betrachten.“

So zeigt sich etwa, dass Ingenieurwissenschaftler*innen besonders häufig mit Unternehmen kooperieren, Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen mit der Zivilgesellschaft. Mehr Zusammenarbeit wünschen sich dem Berlin Science Survey zufolge vor allem Nachwuchswissenschaftler*innen: Knapp 60 % der für den Schwerpunktbericht Kooperation 2021/22 befragten Doktorand*innen in Berlin würden gerne enger mit Wissenschaftskolleg*innen zusammenarbeiten. Fast 45 Prozent der vom Berlin Science Survey online befragten Promovierenden erhofft sich dabei noch mehr Unterstützung durch die eigene Einrichtung beim Anbahnen von Forschungskooperationen. Die Berlin University Alliance hat ihre Angebote zur Förderung und Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler*innen seit Ende der Corona-Pandemie bereits stark ausgebaut, unter anderem mit Angeboten des Graduate Studies Support Programme und der Postdoc-Academy, darunter Networking Events, karriererelevanten Weiterbildungsangeboten, Job Shadowing Programme und Career Days. Für künftige Befragungen des Berlin Science Survey sind deshalb Verbesserungen der Einschätzungen und eine Minimierung des Unterstützungsbedarfs zu erwarten.

Der Berlin Science Survey

Der Berlin Science Survey (BSS) ist eine wissenschaftliche Trendstudie zum kulturellen Wandel in der Berliner Forschungslandschaft. Hierfür erfragt das Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin in regelmäßigen Abständen online die Erfahrungen und Einschätzungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Berliner Forschungsraum. Die Mehrthemenbefragung umfasst neben Kooperation im Berliner Forschungsraum auch Themen wie Forschungsqualität, Wissenstransfer in die Gesellschaft, Open Science, Diversität und Nachwuchsförderung. Die Ergebnisse der Studie nutzt die Berlin University Alliance dazu, Veränderungen im Berliner Forschungsraum zu beobachten, Verbesserungsmöglichkeiten herauszuarbeiten und den Erfolg von Optimierungsimpulsen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu verstärken.

Die Berlin University Alliance

Die Berlin University Alliance ist der Verbund der drei Berliner Universitäten Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin für die gemeinsame Gestaltung von Wissenschaft in Berlin. Die vier Partnerinnen haben sich zusammengeschlossen, um den Wissenschaftsstandort Berlin zu einem gemeinsamen Forschungsraum weiterzuentwickeln, der zur internationalen Spitze zählt. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen dabei die gemeinsame Erforschung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, die Stärkung des Austausches mit der Gesellschaft, die Nachwuchsförderung, Fragen der Qualität und Wertigkeit von Forschung sowie übergreifende Vorhaben in Forschungsinfrastruktur, Lehre, Diversität, Chancengerechtigkeit und Internationalisierung. Die Berlin University Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

Gemeinsame Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin


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