02. Netzwerktreffen | 17.11.2023
Zum 02. Netzwerktreffen am 17.11.2023 empfing die Freie Universität Berlin im repräsentativen Dachgeschoss der Fabeckstraße 23/25.
Im thematischen Teil moderierte Dr. Martina van de Sand eine Diskussionsrunde zum Thema Mikropolitik mit dem Titel „Tenure-Track Professors – Equal oder Unequal?“ Im Zentrum der Diskussion stand der alltägliche Balanceakt, der sich aus der Doppelstellung der Tenure-Track-Professor*innen ergibt: Zum einen dienen ihre Stellen der Qualifizierung, so dass sie dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugerechnet werden. Zum anderen haben Tenure-Track-Professor*innen den gleichen Mitgliedschaftsstatus und im Wesentlichen die gleichen Aufgaben wie etablierte Professor*innen. Es wurde die Frage besprochen, was dies für das akademische Miteinander bedeutet. Sind Unterschiede spürbar, wenn es um Redeanteile und Einfluss in Gremien, Wertschätzung bei wissenschaftlichen Kooperationen und die Verteilung von Lehr- und Verwaltungsaufgaben geht? Wird der Umgang mit den etablierten Kolleg*innen durch die Tatsache beeinflusst, dass diese später an der Zwischen- und Tenure-Evaluation beteiligt sein könnten? Dr. Martina van de Sand startete das Gespräch auf einem Podium, dem Professorin Theresa Roth (Humboldt-Universität zu Berlin) und Professorin Franziska Hausmann (Charité - Universitätsmedizin Berlin) als frisch berufene Tenure-Track-Professorinnen, Professorin Birgit Beck (Technische Universität Berlin) als ehemalige Tenure-Track-Professorin und Professor Christian Thomsen (Technische Universität Berlin, dort Präsident von 2014 bis 2022) als langjähriger Professor angehörten. Anschließend öffnete sie die Diskussion für das Auditorium, so dass ein lebhafter Austausch zwischen allen Teilnehmer*innen entstand.
Im zweiten Teil boten sich zwei Möglichkeiten. Zum einen bestand die Option, das Peer-Mentoring-Angebot kennenzulernen. Unsere Mentoring-Expertin Carmen Kurbjuhn, die die Gründung der Peer-Mentoring-Gruppen von Anfang an begleitet hat, moderierte die Vorstellung der bereits bestehenden Gruppen und unterstützte interessierte Teilnehmer*innen, eine Peer-Mentoring-Gruppe zu finden oder zu gründen. Zum anderen bestand Gelegenheit, bei Kaffee und Fingerfood in einen individuellen Austausch zu kommen. Die offene Atmosphäre ermöglichte den Wechsel zwischen beiden Angeboten sowie freies Kommen und Gehen, so dass alle Teilnehmer*innen nach ihren Möglichkeiten und Interessen profitieren konnten. Wünsche zu Zeitpunkt und Themen des nächsten Netzwerktreffens wurden auf einer großen Plakatwand gesammelt.
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