Teams stärken und Wandel gestalten – Führungsimpuls von Jenny Schlenzka bei der Berlin Leadership Academy
Wie lassen sich Teams so zusammenstellen und führen, dass sie ihre Stärken entfalten können? Und was gibt einer Institution in Veränderungsprozessen Orientierung? Diesen Fragen widmete sich der Führungsimpuls „Führung und Transformation in kulturellen Institutionen – Perspektiven für komplexe Organisationen“ mit Jenny Schlenzka, zu dem die Berlin Leadership Academy der Berlin University Alliance am 23. September 2026 unter der Moderation von Prof. Dr. Rudolf Kerschreiter ins Einstein Center Digital Future eingeladen hatte.
News vom 16.10.2026
Schlenzka, Direktorin des Gropius Bau, brachte Erfahrungen aus ihrer internationalen Arbeit an der Schnittstelle von Kunst, Institutionen und Öffentlichkeit ein. Im Mittelpunkt ihres Vortrags standen drei Aufgaben, die auch Führungskräfte in wissenschaftlichen Einrichtungen beschäftigen: Mitarbeitende gewinnen, Teams führen und Transformation gestalten.
Bei der Personalauswahl komme es darauf an, Menschen zu finden, deren Fähigkeiten die eigenen ergänzen – und die auf ihrem Gebiet besser sind als die Führungskraft selbst. Unterschiedliche Stärken im Team zusammenzubringen, sei dabei ein entscheidender Maßstab. Diversität beschrieb Schlenzka als wichtigen Anspruch, dem sie selbst noch stärker gerecht werden möchte.
Für die Zusammenarbeit im Team betonte sie die Bedeutung klarer Rollen und Zuständigkeiten. Ebenso wichtig sei es, die Stärken und Schwächen der Mitarbeitenden zu kennen und ihnen mit Vertrauen und Offenheit zu begegnen. Wenn Verantwortlichkeiten geklärt seien, könne sich die Führungskraft zurücknehmen und nur dort eingreifen, wo es tatsächlich notwendig werde. Im Idealfall mache sie sich selbst überflüssig: Das Team könne seine Aufgaben eigenständig wahrnehmen und Verantwortung übernehmen.
Beim Thema Transformation rückte Schlenzka die Entwicklung von Leitbildern in den Vordergrund. Wofür steht eine Institution, welche Werte prägen ihre Arbeit? Mit der Klärung solcher Fragen habe sie in den USA gute Erfahrungen gemacht. Ein Leitbild zu formulieren, zwinge dazu, das Selbstverständnis einer Organisation prägnant auf den Punkt zu bringen. Damit entstehe ein gemeinsamer Rahmen, der Orientierung für die weitere Entwicklung geben könne.
Schlenzkas Einblicke in die Führung kultureller Institutionen boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Führungspraxis im Wissenschaftssystem. An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion mit den Teilnehmenden an. Sie bot Raum für Rückfragen und einen vertiefenden Austausch mit Jenny Schlenzka.
Die Berlin Leadership Academy dankt Jenny Schlenzka für ihre Impulse und allen Gästen für die engagierte Diskussion.




