E-Learning-Modul „Gute Wissenschaftliche Praxis für Promovierende“
Worum geht es bei Forschungsethik und -integrität?
Integrität ist der Schlüssel zu wissenschaftlicher Qualität. Gerade als Promovierender steht man jedoch vor unzähligen Fragen:
Wem gehören meine Forschungsdaten? Wie vermeide ich Plagiate? Wie verhandle ich über Autorinnenschaft? Woran erkenne ich problematische Verlage? Was tue ich im Falle von wissenschaftlichem Fehlverhalten oder Machtmissbrauch?
Unser neuer E-Learning-Kurs „Gute Wissenschaftliche Praxis für Promovierende“ führt Sie in Strategien ein, wie Sie wissenschaftliches Fehlverhalten oder fragwürdige Praktiken erkennen und damit umgehen können. Wir laden Sie ein, Ihre eigene Praxis im größeren Horizont wissenschaftlicher Verantwortung zu reflektieren.
Was erwartet mich im Kurs?
Die sechs Kapitel des Kurses sind so konzipiert, dass sie in etwa zehn Stunden bearbeitet werden können – in Ihrem eigenen Tempo, wann und wo Sie möchten. Alle Inhalte sind ausschließlich auf Englisch verfügbar. Neben Videos gibt es interaktive Übungen, die von neun Expert*innen für Forschungsintegrität entwickelt wurden. Sie behandeln folgende Themen:
Verantwortungsvolle Forschung vs. Fehlverhalten
Felicitas Heßelmann (Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung, Humboldt-Universität zu Berlin) führt Sie in Definitionen und Dimensionen von Fehlverhalten gemäß den relevanten Leitlinien ein – sowie deren Grenzen. Zudem gibt Maria Melms (Ombudsstelle, Universität Leipzig) einen kurzen Einblick in das Konzept der Forschungsethik.
Fragwürdige Forschungspraktiken
Nicht jede Forschung ohne Fehlverhalten ist automatisch integer. Jesper Schneider (Danish Centre for Studies in Research and Research Policy, Aarhus University) stellt Ihnen das breite Graufeld fragwürdiger Forschungspraktiken vor – inklusive eines optionalen, umfassenden Teils zu statistischer Inferenz.
Umgang mit Forschungsdaten
Der Zugang zu Forschungsdaten ist häufig eine Konfliktquelle. Katrin Frisch (Ombudskomitee für wissenschaftliche Integrität in Deutschland) vermittelt Ihnen Grundlagen zu Dateneigentum und Nutzungsvereinbarungen. Britta Steinke (Servicezentrum Forschungsdatenmanagement, Technische Universität Berlin) stellt Ihnen Strategien zur Dokumentation, Publikation und Archivierung von Daten vor, die Ihr Forschungsprozess nachvollziehbar machen.
Plagiate & wie man sie vermeidet
Plagiate sind die wohl bekannteste Form wissenschaftlichen Fehlverhaltens – vor allem in der öffentlichen Diskussion. Carl Schüppel (ehemals Ombudskomitee für wissenschaftliche Integrität in Deutschland) beleuchtet verschiedene Facetten des Phänomens, die über simples Copy-and-Paste hinausgehen, und zeigt Strategien zu deren Vermeidung.
Autor*innenschaft & Publikation
Konflikte um Autorinnenschaft gehören zu den häufigsten Problemen im Kontext guter wissenschaftlicher Praxis. Da Autorinnenschaftskonventionen je nach Fach stark variieren, hilft Ihnen Cornelia Schendzielorz (Robert K. Merton Zentrum für Wissenschaftsforschung, Humboldt-Universität zu Berlin), sich darin zurechtzufinden. Anschließend führt Sie Anna Abalkina (Osteuropa-Institut, Freie Universität Berlin) durch den Publikationsprozess und thematisiert problematische Verlage.
Konflikte in der Promotionsbetreuung
Kenntnisse über gute wissenschaftliche Praxis – einschließlich der Rechte, die sie Ihnen als Forschende*n zusichert – bewahren nicht vor Konflikten. Maria Melms (Ombudsstelle, Universität Leipzig) bereitet Sie auf den Umgang mit Konflikten im akademischen Umfeld vor, insbesondere in der Promotionsbetreuung. Joachim Heberle (Zentrale Ombudsperson der Freien Universität Berlin) stellt Ihnen das Ombudssystem in der deutschen Wissenschaft vor und zeigt, wie es Sie unterstützen kann.
Welchen Nutzen habe ich?
Neben spannenden Inhalten und Strategien für Ihre Promotion erhalten Sie nach Bestehen der kurzen Tests am Ende jedes Kapitels ein Teilnahmezertifikat.
Wie starte ich?
Wenn Sie an einer der Partnerinstitutionen der Berlin University Alliance eingeschrieben sind, können Sie sofort starten:
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Öffnen Sie den Link zum Kurs auf der Moodle-Plattform der Technischen Universität Berlin.
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Nach dem Klick werden Sie gebeten, sich einzuloggen.
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Mitglieder der TU wählen „TU-Login“.
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Mitglieder der Freien Universität, Humboldt-Universität oder Charité wählen „Login für andere Universitäten“, geben ihre Institution an und melden sich mit ihren Zugangsdaten an.
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Anschließend gelangen Sie zur Anmeldeseite und können sich über „Selbsteinschreibung“ direkt einschreiben.
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Fertig! Sie werden zur Kursseite weitergeleitet und finden dort die sechs Kapitel und alle weiteren Informationen.
Sollten Probleme beim Zugriff auftreten, wenden Sie sich bitte an: caroline.bacciu@berlin-university-alliance.de
Los geht’s!
Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse – und viel Freude beim Kurs!