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„Karrierebooster“ für Postdocs

Berlin University Alliance verleiht Career Development Awards an elf herausragende Postdoktorand*innen

News vom 07.07.2022

Zum zweiten Mal zeichnet die Berlin University Alliance elf Nachwuchswissenschaftler*innen mit dem Career Development Award aus. Die ausgewählten Postdoktorand*innen aus der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden im Wintersemester 2022/23 beurlaubt und von allen universitären Verpflichtungen entbunden. Das Gehalt wird währenddessen in voller Höhe weitergezahlt. Die Bewerber*innen widmen sich in dieser Zeit einem individuellen Forschungsvorhaben, das das Potenzial hat, eine Art „Booster“ für ihre weitere Karriere zu sein.

Besonders die Nachwuchswissenschaftlerinnen des Verbunds waren aufgerufen, sich auf einen der beliebten Preise zu bewerben. Viele exzellente Postdoktorandinnen nutzten diese Gelegenheit, so dass in diesem Jahr fast zwei Drittel der Preise an Frauen vergeben werden konnten.

Mehr Freiraum für die Forschung und volle Konzentration auf die nächsten Karriereschritte – besonders nach den Belastungen der Corona-Pandemie kam dieses Konzept bei den Wissenschaftler*innen des Verbunds sehr gut an. Sehr unterschiedliche Fächer sind in der Spitzengruppe vertreten. Auch die geförderten Themen sind sehr vielfältig: Sie reichen von Postkolonialismus über Krebstherapie bis hin zu Free Speech aus der Sicht der Rechtswissenschaft.

„Von den bisherigen Preisträger*innen wissen wir, wie wertvoll der Award und die damit erworbenen Möglichkeiten sind – sei es bei der Vorbereitung von Drittmittelanträgen, bei aufwendigen Archivrecherchen oder dem Aufbau wichtiger Netzwerke“, sagt Prof. Dr. Søren Salomo, Sprecher des Steering Committee „Promoting Talent“ und Professor für Technologie- und Innovationsmanagement an der Technischen Universität Berlin.

Die Förderlinie hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Ausgestaltung des gemeinsamen Forschungsraums der Berlin University Alliance (BUA) zu leisten. So enthalten die meisten Vorhaben eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen einer weiteren Verbundpartnerin der Berlin University Alliance oder auch einer Universität, die eine strategische Partnerschaft mit der BUA unterhält. Mehrere Preisträger*innen planen Forschungsaufenthalte an den Universitäten Melbourne und Oxford und vertiefen damit die Vernetzung des Verbunds mit wichtigen internationalen Partner*innen.

Die geförderten Wissenschaftler*innen mit ihren Forschungsvorhaben im Einzelnen:

  • Dr. Moritz Altenried, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Europäische Ethnologie): „Zukunft der Arbeit: Plattformen, Regulation, Automatisierung“
  • Dr. phil. Dr. rer. medic. Kerem Böge, Charité – Universitätsmedizin Berlin (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie): „Psychosocial and Digital Interventions for Schizophrenia (POSEIDON)“
  • Ronja Demel, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Psychologie, Persönlichkeitspsychologie): „Entgegen der eigenen Überzeugungen: Die Rolle von Intergruppenempathie bei aktivistischem Engagement“
  • Dr. Jeanette Ehrmann, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Sozialwissenschaften, Theorie der Politik): „Repairing Democracy, Reimagining Postcoloniality“
  • Dr. Nanine Lilla, Freie Universität Berlin (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Allgemeine Grundschulpädagogik): „Stärkung des Bildungserfolgs von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund in der Ganztagsschule“
  • Dr. Christian Neumeier, LL.M. (Yale), Humboldt-Universität zu Berlin (Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Finanzrecht): „Freie Rede? Zur Transformation politischer Öffentlichkeiten“
  • Dr. Anja Sattelmacher, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft, Lehrstuhl für Wissen und Medien): „Original oder Kopie? Filme als Dokumente der Zeitgeschichte ca. 1960“
  • Dr. rer. medic. Daniel Schindel, Charité – Universitätsmedizin Berlin (Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft): „Zwischen Systemen: Zur Logik der gegenwärtigen Gesundheitsversorgung wohnungsloser Menschen“
  • Dr. Isabell Schuster, Freie Universität Berlin (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Emotionale und Soziale Entwicklung): „Educational pathways and social inclusion of refugee and newly migrated families“
  • Dr. Sarah Spreckelmeyer, Charité – Universitätsmedizin Berlin (Klinik für Nuklearmedizin): „Radioactive gold for radiopharmaceutical application“
  • Dr. Kathrin Wittler, Freie Universität Berlin (Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft): „Die Einsamkeit des lyrischen Gedichts“
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