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Wie offen ist Open Access?

Podiumsdiskussion zur Kommerzialisierung von offener Wissenschaft am 9. Dezember

News vom 18.11.2021

Wie können Wissensproduktion und -kommunikation transparent, offen und nachvollziehbar gemacht werden? Wie muss Offene Wissenschaft gestaltet sein, um als Alternative zur kommerzialisierten Wissenschaft aufzutreten? Und wie können sich Forschende vor der Überwachung durch Großkonzerne schützen? In einer Podiumsdiskussion am 9. Dezember 2021 sollen diese und weitere Fragen diskutiert sowie die Errungenschaften der Open-Research-Bewegung kritisch reflektiert werden. Das Center for Open and Responsible Research (CORe) der Berlin University Alliance (BUA) und der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) unterstützen die von Wikimedia Deutschland und dem Open-Access-Büro Berlin organisierte Veranstaltung.

Wissen transparent, offen und kooperativ herzustellen und auszutauschen, um die Qualität der Forschung zu verbessern, ist das Ziel von Open Access. Der Grundsatz ist, dass alles, was mit öffentlichen Mitteln finanziert wird, der Öffentlichkeit zugänglich sein muss. Dies soll auch der Kommerzialisierung der Wissenschaft entgegenwirken.

Doch Verlage haben ihre eigenen Geschäftsmodelle für Open Access entwickelt: Beispielsweise werden Gebühren für Autorinnen und Autoren fällig, die Open Access publizieren wollen. Auch das Daten-Tracking ist zu einer lukrativen Einnahmequelle geworden. Dabei verfolgen Verlage nicht nur das Online-Verhalten von Forschenden, um ihr Angebot zu verbessern, sondern verkaufen diese Daten auch, was zu Datenmissbrauch führen kann. Bezahlen die Nutzerinnen und Nutzer frei zugänglicher digitaler Ressourcen die Transformation also doch mit ihren Daten?

Auf dem Podium sitzen:

  • Björn Brembs, Professor für Neurogenetik an der Universität Regensburg
  • Andreas Degkwitz, Direktor der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin und Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv)
  • Angela Holzer, Referentin in der DFG Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgung und Informationssysteme
  • Julia Reda, Politikerin und Expertin für Urheberrecht und Kommunikationsfreiheit und seit 2020 Leiterin des Projekts „control © – Freie Kommunikation verwirklichen“ bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte

Die Podiumsdiskussion moderiert Jan-Martin Wiarda.

Ort und Zeit

Donnerstag, 9. Dezember, 16.30-18.30 Uhr online mit Zoom

Anmeldung

Die Veranstaltung richtet sich an Forschende, Lehrende, Studierende sowie den wissenschaftsunterstützenden Bereich. Anmeldungen sind noch möglich.

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