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Frühzeitig Forschungserfahrung sammeln

Berlin University Alliance startet Förderprogramm für Studierende

News vom 29.03.2021

Im Sommersemester 2021 fördert die Berlin University Alliance (BUA) erstmals 24 Projekte von Studierenden und Nachwuchsforschenden. In Forschungstutorien und -gruppen sollen sie weitgehend selbstständig an eigenen Forschungsfragen arbeiten. Die sogenannten X-Tutorials und X-Student Research Groups werden im Rahmen des Student Research Opportunities Programx (StuROPx) zukünftig jedes Semester ausgeschrieben.

An aktueller Forschung teilnehmen und bereits früh im Studium eigenen Forschungsinteressen nachgehen – die Berlin University Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbindung von (Spitzen-)Forschung und Lehre zu stärken. StuROPxerweitert dafür die Möglichkeiten von Studierenden, an wissenschaftlichen Projekten in Berlin teilzunehmen. Mit dem Programm werden sie nicht nur in hochaktuelle Forschungsfragen eingebunden, sondern können sich auch noch mit Nachwuchsforschenden vernetzen und die Angebote aller vier Verbundpartnerinnen – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Charité – Universitätsmedizin Berlin – wahrnehmen.

Die X-Student Research Groups sind Forschungsteams aus Doktorandinnen und Doktoranden oder PostDocs und Studierenden. Die X-Tutorials werden von Studierenden initiiert, die gemeinsam mit einem studentischen Team forschen. Zum Sommersemester 2021 starten 16 X-Student Research Groups und 8 X-Tutorials.

Die hohe Resonanz auf die beiden Ausschreibungen – mit insgesamt mehr als 150 Anträgen – zeigt, dass eine engere Verknüpfung von Forschung und Lehre auf großes Interesse stößt. Prof. Dr. iur. Eva Inés Obergfell, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Sprecherin des Steering Committee Teaching and Learning, freut sich über den Start der neuen Formate: „Die zahlreichen Einreichungen spiegeln die Bedeutung des Forschenden Lernens sowie die Vielfalt der Disziplinen im Berliner Verbund wider. Viele Anträge verfolgen einen interdisziplinären Ansatz oder wurden institutionenübergreifend gestellt.“

So will zum Beispiel Dr. Doris Pischedda vom Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience an der Charité - Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit Studierenden mit humanoiden Robotern experimentieren und untersuchen, unter welchen Bedingungen diese als menschenähnlich oder intelligent wahrgenommen werden. Mit dem Title „Through the other’s eyes: enabling perspective taking in humanoid robots“ spricht das Projekt gleichermaßen Studierende der Psychologie, Neurowissenschaften, Informatik oder auch Philosophie an.

Die Forschungsgruppe „Print your Brain“ ist am Center for Cognitive Neuroscience der Freien Universität Berlin angesiedelt. Die Studierenden werden hier vor die Aufgabe gestellt, einen 3D-Druck ihres Gehirns anzufertigen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter und Gruppenleiter Dr. Timo Schmidt untersucht auf diesem Weg mit den Teilnehmenden unterschiedliche Wege der Datenanalyse für die Rekonstruktion individueller Oberflächenstrukturen des menschlichen Gehirns.

Viele Projekte bauen auf einem interdisziplinären Zugang zum Thema auf wie etwa das X-Tutorial „Spannungsfeld Medizin und Politik: Wer entscheidet? Der Fall der Diamorphin-Therapie", das in Kooperation von zwei Studierenden der Humboldt-Universität zu Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin – Jakob Eichler und Johanna Klag – erfolgreich beantragt wurde. Betreut wird es von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité. Die Studierenden untersuchen die Versorgungslage und den Bedarf der Diamorphin-Therapie bei opiatabhängigen Patientinnen und Patienten und beziehen dabei medizinische, politische und ethische Aspekte ein.

Die geförderten Formate erhalten Sachmittel von durchschnittlich 750 Euro. Zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe nehmen alle Nachwuchsforschenden und Studierenden an einem Vorbereitungsworkshop teil. Im Sommersemester 2021 wird besonderer Wert darauf gelegt, wie gemeinsame Forschung mit Tools aus der Online-Lehre unterstützt werden kann.

Studierende der vier Verbundpartnerinnen können sich für die Angebote im Programm anmelden. Eine Übersicht und Kurzbeschreibung der geförderten Projekte sowie weiterführende Informationen zur Anmeldung für Studierende finden sich auf der Seite der X-Tutorials und der X-Student Research Groups.

  

Die Berlin University Alliance

Die Berlin University Alliance ist der Verbund der drei Berliner Universitäten Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin für die gemeinsame Gestaltung von Wissenschaft in Berlin. Die vier Partnerinnen haben sich zusammengeschlossen, um den Wissenschaftsstandort Berlin zu einem gemeinsamen Forschungsraum weiterzuentwickeln, der zur internationalen Spitze zählt. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen dabei die gemeinsame Erforschung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, die Stärkung des Austausches mit der Gesellschaft, die Nachwuchsförderung, Fragen der Qualität und Wertigkeit von Forschung sowie übergreifende Vorhaben in Forschungsinfrastruktur, Lehre, Diversität, Chancengerechtigkeit und Internationalisierung. Die Berlin University Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

Gemeinsame Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Pressekontakt
Hans-Christoph Keller, kommissarischer Pressesprecher der Berlin University Alliance und Pressesprecher der Humboldt-Universität zu Berlin
E-Mail: medien@berlin-university-alliance.de 

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