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Förderung für neue Verbundprojekte im Rahmen der Partnerschaft Melbourne/Berlin

Mit der Ausschreibung stärkt die Berlin University Alliance die Graduiertenausbildung auf internationaler Ebene

News vom 03.03.2021

Urbane Biodiversität, künstliche Intelligenz, Gesundheitsverhalten, kausale Inferenz und Kommunikation – die Bandbreite der Forschungsthemen ist groß. Fünf Verbundprojekte wurden im zweiten Call for Joint Research Proposals im Rahmen der Partnerschaft Melbourne/Berlin ausgewählt. Sie werden bis Ende des Jahres mit insgesamt 217.000 Euro gefördert. Die Forschungsteams bestehen aus mindestens einem Mitglied der University of Melbourne und einem Mitglied einer der Verbundpartnerinnen der Berlin University Alliance (BUA) – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Bei der Ausschreibung standen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Fokus. Die ausgewählten Projekte beziehen daher explizit Promovierende mit ein. Die Berlin University Alliance und die University of Melbourne verfolgen damit das Ziel, Aktivitäten in der Graduiertenausbildung zu stärken und gemeinsame Strukturen in der Graduiertenförderung zu schaffen. Langfristig soll ein gemeinsames Promotionsprogramm aufgebaut werden.

„Wir haben uns sehr über die vielversprechenden und innovativen Projektbewerbungen gefreut“, sagt Dr. Ulrike Hillemann-Delaney, Leiterin des Bereichs Internationales der Technischen Universität Berlin und Sprecherin des Steering Committees Internationalization der BUA. „Die ausgewählten Projekte zeichnen vor allem ihre hohe akademische Qualität und neuartige Herangehensweise an Forschungsfragen aus. Zudem lassen sie ein hohes Potenzial für den weiteren Ausbau der Partnerschaft der BUA mit der University of Melbourne erkennen.“

Die eingereichten Anträge wurden durch Expertinnen und Experten der fünf Partnereinrichtungen auf ihre akademische Qualität und die Umsetzbarkeit des skizzierten Vorhabens hin bewertet und ausgewählt. Durch die Kooperation wird nicht nur die internationale Sichtbarkeit der BUA gestärkt und ein Angebot für alle Promovierenden sowohl in Melbourne als auch in Berlin geschaffen, sondern auch der Schwerpunktbereich Objective 4: Promoting Talent der BUA gefördert.

Die geförderten Projekte im Einzelnen

From Data to Causes – Advancing Research and Education on the Missing Link of Causal Inference, Prof. Dr. Manuel Völkle, Humboldt-Universität zu Berlin, und Associate Professor Michael Zyphur, University of Melbourne

Die Identifikation und das Verständnis von Ursache-Wirkungsbeziehungen sind zentrale Voraussetzungen für effektive Interventionen in sozialen oder anderen natürlichen Systemen. Ziel dieses interdisziplinären Projektes ist die Erforschung und Vermittlung von Methoden zur kausalen Inferenz auf Basis nicht-experimenteller Daten in den Sozial-, Verhaltens-, und Wirtschaftswissenschaften.

The Future of Urban Biodiversity in a Changing World, Dr. Tanja Straka, Technische Universität Berlin, und Dr. Amy Hahs, University of Melbourne

Für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Stadtökologie von der University of Melbourne, der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin wird ein „Comparative Urban ecology Research Training (CURT)“ Programm initiiert. Das Programm zielt darauf ab, gemeinsame Lernprozesse zwischen den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern und Kooperationsmöglichkeiten zukünftiger Herausforderungen für die urbane Biodiversität zu identifizieren.

Computation for Communication – Bridging the Digital and Analog Worlds, Prof. Dr.-Ing. Slawomir Stanczak, Technische Universität Berlin, und Assistant Professor Jingge Zhu, University of Melbourne

Im Rahmen des Projekts werden die Beteiligten der Technischen Universität Berlin und der University of Melbourne die Möglichkeit haben, ihre komplementären Kompetenzen zu kombinieren und zur Lösung eines grundlegenden Effizienzproblems in der drahtlosen Kommunikation beizutragen. Die Förderung trägt maßgeblich zur Initiierung einer längerfristigen Beziehung in der engen akademischen Zusammenarbeit bei.

Artificial Intelligence to advance Cognitive Training Adherence and Compliance at Home (AI-COACH), Prof. Dr. med. Carsten Finke, Charité – Universitätsmedizin Berlin, und Dr. Amit Lampit, University of Melbourne

Kognitive Beeinträchtigungen sind weit verbreitete und wenig beachtete Folgeerscheinungen der meisten neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Aktuelle computergestützte kognitive Trainingsmethoden sind jedoch noch unzureichend effektiv. Das gemeinsame Forschungs- und Graduiertenprogramm zielt auf die Entwicklung neuartiger Technologien für personalisiertes kognitives Training zu Hause ab, indem es Expertise in Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie und Informatik zusammenbringt.

Digital Technologies to Measure and Promote Sustainable Health Behaviour Change, Dr. Jan Keller, Freie Universität Berlin, und Dr. Tilman Dingler, University of Melbourne

Alltägliche Verhaltensweisen wie regelmäßiges Händewaschen oder eine ausgewogene Ernährung gehören zur Routine und beeinflussen die Gesundheit der Menschen. Da nicht alle Menschen die allgemeinen Empfehlungen zu einer gesunden Lebensweise berücksichtigen, werden innovative Mess- und Interventionsmethoden benötigt. Dieses gemeinsame Graduiertenprogramm zielt darauf ab, eine neue Generation von interdisziplinären Expertinnen und Experten auszubilden, die digitale Lösungen zur Messung und Förderung von Verhaltensänderungen entwickeln und deren Wirksamkeit sowohl im australischen als auch im deutschen Gesundheitskontext testen.

  

Die Berlin University Alliance

Die Berlin University Alliance ist der Verbund der drei Berliner Universitäten Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin für die gemeinsame Gestaltung von Wissenschaft in Berlin. Die vier Partnerinnen haben sich zusammengeschlossen, um den Wissenschaftsstandort Berlin zu einem gemeinsamen Forschungsraum weiterzuentwickeln, der zur internationalen Spitze zählt. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen dabei die gemeinsame Erforschung großer gesellschaftlicher Herausforderungen, die Stärkung des Austausches mit der Gesellschaft, die Nachwuchsförderung, Fragen der Qualität und Wertigkeit von Forschung sowie übergreifende Vorhaben in Forschungsinfrastruktur, Lehre, Diversität, Chancengerechtigkeit und Internationalisierung. Die Berlin University Alliance wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land Berlin im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

Gemeinsame Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Pressekontakt
Hans-Christoph Keller, kommissarischer Pressesprecher der Berlin University Alliance und Pressesprecher der Humboldt-Universität zu Berlin
E-Mail: medien@berlin-university-alliance.de

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