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Hochkarätige Förderung für innovative Projekte

Forschende der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin erhalten insgesamt vier ERC Consolidator Grants

News vom 10.12.2019

Hohe Auszeichnung für vier Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Prof. Dr. Kevin Pagel von der Freien Universität Berlin und vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft sowie Prof. Dr. Philipp Adelhelm, Prof. Dr. Susanne Schreiber und Prof. Dr. phil. Martin Rolfs von der Humboldt-Universität zu Berlin werden mit jeweils einem Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) geehrt.

Der Consolidator Grant gehört zu den höchstdotierten und prestigeträchtigsten Fördermaßnahmen der Europäischen Union (EU). Grundlage für die Vergabe ist die wissenschaftliche Exzellenz des Antragstellers und der innovative Charakter des Forschungsvorhabens. Die Förderung wird für eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren vergeben.

Das Team rund um Philipp Adelhelm, Professor für Physikalische Chemie der Materialien an der Humboldt-Universität zu Berlin, nimmt eine technische Herausforderung ins Visier, die für E-Mobilität und die gesamte Energiewende wichtig ist: große Mengen elektrischer Energie zu speichern. Das Ziel ist es, Batterien zu entwickeln, die besonders effizient Strom speichern und die Ressourcen schonen.

Kevin Pagel ist Professor für Bioorganische Chemie an der Freien Universität Berlin und Gastwissenschaftler am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. In den kommenden fünf Jahren wird er mithilfe der EU-Förderung neue spektroskopische Techniken entwickeln, um damit Zuckerstrukturen im Detail zu erforschen. Zucker sind in Medizin und Biologie von besonderer Bedeutung, bisher allerdings nur unzureichend verstanden.

Mit dem Zusammenspiel der Nervenzellen unseres Gehirns befasst sich die Gruppe von Susanne Schreiber, Professorin für Theoretische Neurophysiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie untersucht einen neuen Typ von Aktionspotential, welcher bisher in der Forschung weitestgehend übersehen wurde. Das Team analysiert dazu die Nervenzellen mithilfe von mathematischen Modellen und Computersimulationen. Das Projekt soll grundlegende neuronale Mechanismen erforschen, die beispielsweise für Epilepsie verantwortlich sind.

Martin Rolfs, Heisenberg-Professor für Allgemeine Psychologie – Aktive Wahrnehmung und Kognition an der Humboldt-Universität zu Berlin, kombiniert innovative Technologien und modernste psychophysikalische Werkzeuge, um die Systematik visueller Handlungen zu charakterisieren. In einem interdisziplinären Team stellt er die Frage, ob die spezifischen Gesetzmäßigkeiten unserer Bewegungen unsere visuelle Wahrnehmung der Welt grundlegend strukturieren.

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