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Umbenennung zur Humboldt-Universität jährt sich zum 70. Mal

Fast auf den Tag genau zwei Monate nach der Gründung der Freien Universität Berlin in Dahlem erhielt die Humboldt-Universität zu Berlin ihren Namen

News vom 08.02.2019

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm die Berliner Universität, die in der sowjetischen Besatzungszone lag, bereits im Januar 1946 ihren Lehrbetrieb wieder auf. Sie wurde aufgrund ihres Standortes in der Stadt auch Universität Unter den Linden genannt. Den früheren Namen Friedrich-Wilhelms-Universität – nach ihrem Gründer, dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. – sollte sie nicht mehr tragen. Am 8. Februar 1949 – noch vor Gründung der DDR im Oktober 1949 – erhielt sie schließlich offiziell ihren heutigen Namen: Humboldt-Universität.

Nur zwei Monate zuvor, am 4. Dezember 1948, war die Freie Universität im Südwesten Berlins von Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gegründet worden, unterstützt von den amerikanischen Alliierten und Berliner Politikern. Auslöser war die Verfolgung systemkritischer Studierender an der damaligen Universität Unter den Linden. Frei von politischem Einfluss wollten Studierende und Wissenschaftler an der Freien Universität Berlin lernen, lehren und forschen.

Mit der Umbenennung der Berliner Universität in Humboldt-Universität wollten die Namensgeber nicht nur an den Gründer Wilhelm von Humboldt, sondern auch an seinen Bruder Alexander erinnern.

Im Schreiben von Paul Wandel, Präsident der Zentralverwaltung für Volksbildung in der damaligen sowjetischen Besatzungszone, in dem er die Verleihung des Namens Humboldt-Universität offiziell verkündete, heißt es: „Durch die Wahl dieses Namens verpflichtet sich die Universität Berlin, im Geiste der Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt die Geistes- und Naturwissenschaften zugleich zu pflegen und dabei die Einheit von wissenschaftlicher Lehre und Forschung zu wahren. (…) Möge es der Humboldt-Universität gemäß der Würde ihres Namens gelingen, in umfassender Erforschung der Wahrheit beizutragen zur Erhaltung des Friedens in der Welt.“

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