Fluor-Chemie und Schutz der Niere

An Freier Universität und Charité entstehen zwei neue von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligte Sonderforschungsbereiche; ein SFB an der Technischen Universität wird weiter gefördert

News vom 27.11.2018

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat an der Freien Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin zwei neue Sonderforschungsbereiche (SFB) bewilligt: Im Mittelpunkt des SFB „Fluor-Spezifische Wechselwirkungen: Grundlagen und Anwendungen“ stehen Studien zu besonderen Wechselwirkungen, die von fluorierten Gruppen in Molekülen oder Materialien ausgehen können. An dem SFB der Freien Universität Berlin sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin sowie außeruniversitärer Einrichtungen beteiligt. Ein besseres Verständnis von weit verbreiteten Nierenleiden ist das Ziel des SFB, der an der Charité eingerichtet wird. Im SFB „Nephroprotektion“ wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Berliner Institutionen die Entstehung des Nierenversagens genauer ergründen und neue Therapieansätze entwickeln.

Sie sind zwei von insgesamt zehn SFB, die der Bewilligungsausschuss der DFG bei seiner Herbstsitzung in Bonn bewilligt hat. Die neuen Forschungsverbünde werden ab 1. Januar 2019 zunächst vier Jahre lang mit insgesamt rund 120,3 Millionen Euro gefördert. Außerdem wurde die Förderung des SFB „Kontrolle selbstorganisierender nichtlinearer Systeme: Theoretische Methoden und Anwendungskonzepte“ an der Technischen Universität Berlin um weitere vier Jahre verlängert. An dem SFB, eine Kooperation mit der Freien Universität und außeruniversitären Einrichtungen, werden dissipative, nichtlineare dynamische Systemen fernab des thermischen Gleichgewichts untersucht, wie sie in der Physik, Chemie und der Biologie vorkommen. Im Rahmen der neuen Förderperiode kann nun unter anderem ein integriertes Graduiertenkolleg eingerichtet werden.

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