Drei neue SFB für Berlin

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt drei neue Sonderforschungsbereiche der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Humboldt-Universität; die Förderung von drei SFB wurde verlängert.

News vom 18.05.2018

In Berlin können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern künftig in drei neuen Sonderforschungsbereichen (SFB) zusammenarbeiten, die Förderung von drei bestehenden SFB der Berliner Universitäten wird um weitere vier Jahre verlängert. Dies teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) nach der Frühjahrsitzung des Bewilligungsausschusses am 17. Mai 2018 in Bonn mit. Insgesamt wurden deutschlandweit an den Hochschulen 14 neue SFB eingerichtet.

Die Anträge im Einzelnen:

Ziel des SFB In-vivo-Visualisierung der pathologisch veränderten Extrazellulärmatrix – „Matrix in Vision“ ist die bildgebende Charakterisierung der Änderungen der Extrazellulärmatrix im erkrankten Gewebe etwa bei Entzündung, Verletzung oder Tumorinvasion, um neue Möglichkeiten zur Frühdiagnostik und für die Überprüfung von Therapieerfolgen zu eröffnen. Der SFB wurde von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der gemeinsamen medizinischen Fakultät von Freier Universität und Humboldt-Universität beantragt; Sprecher ist Prof. Dr. Bernd Hamm, Direktor der Klinik für Radiologie an der Charité.

Mechanismen und Störungen der Gedächtnis-Konsolidierung: Von Synapsen zur Systemebene ist das Thema des SFB, der von der Humboldt-Universität zu Berlin beantragt wurde und an dem auch die Charité beteiligt ist. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen eine übergreifende Theorie zur Gedächtnis-Konsolidierung entwickeln, indem verschiedene Hirnregionen betrachtet und auch verschiedene Spezies – Fruchtfliegen, Zebrafinken, Nager und Menschen – verglichen werden. Prof. Dr. Matthew E. Larkum, Professor für Neuronale Plastizität an der Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsgruppenleiter im Exzellenzcluster NeuroCure der Charité und Sprecher der Initiative, an der auch Forscherinnen und Forscher von Freier Universität und Technischer Universität sowie außeruniversitärer Einrichtungen beteiligt sind.

Die Charité ist zudem Mitantragstellerin bei dem SFB/Transregio Immun-Epitheliale Signalwege bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, dessen Ziel ein besseres Verständnis der Wechselwirkung zwischen Darmbarriere und mukosalen Immunzellen in der Pathophysiologie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen ist. Der SFB/TRR wurde von der Universität Erlangen-Nürnberg beantragt.

Folgende Sonderforschungsbereiche wurden verlängert:

SFB/TRR Angeborene Immunität der Lunge: Mechanismen des Pathogenangriffs und der Wirtsabwehr in der Pneumonie (Charité – Universitätsmedizin Berlin als gemeinsame medizinische Fakultät von Freier Universität und Humboldt-Universität, Sprecher: Prof. Dr. Norbert Suttorp; ebenfalls antragstellend: Universität Gießen, Universität Marburg)

SFB Skalenkaskaden in komplexen Systemen (Freie Universität Berlin, Sprecher: Prof. Dr.-Ing. Rupert Klein)

SFB/TRR Mathematische Modellierung, Simulation und Optimierung am Beispiel von Gasnetzwerken (Universität Erlangen-Nürnberg; ebenfalls antragstellend: Technische Universität Darmstadt sowie die Humboldt-Universität zu Berlin und die Technische Universität Berlin)