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DiGENet Dialogues & Networking Event (15.11.2024)

Das 14. Network Meeting markierte den Beginn des neuen Formats "DiGENet Dialogues" und widmete sich den globalen Perspektiven zu Gender, Diversität und reproduktiver Gesundheit. Im Rahmen seiner Präsentation stellte Prof. Malek Bajbouj das BUA Prodigy-Projekt vor, eine kultursensible Intervention zur Bekämpfung von postpartaler Depression, insbesondere bei Migrantinnen. Der Schwerpunkt der Initiative liegt auf partizipativen Methoden, dem Engagement der Gemeinschaft und der digitalen Gesundheitsgerechtigkeit durch einen Ansatz, der Patienten und die Öffentlichkeit einbezieht (PPI). Prof. Jaya Dantas reflektierte über ihre internationale Arbeit mit Flüchtlings- und Migrantinnen und hob dabei partizipative Forschung in Postkonfliktregionen wie Uganda, Ruanda und Australien hervor. Die Projekte, die sie initiiert, umfassen Photovoice-Studien und Hebammenarbeit in der Gemeinde und fokussieren sich auf die Schwerpunkte Empowerment und Gesundheitsgerechtigkeit, wobei die Maßnahmen auf unterschiedliche soziale Kontexte zugeschnitten sind. Prof. Simone Diniz erörterte das Konzept der reproduktiven Gerechtigkeit in Lateinamerika und wies auf die Problematik des ungleichen Zugangs zu Verhütungsmitteln, Schwangerschaftsabbrüchen und respektvoller Mütterpflege hin. Sie betonte den politischen Charakter von Gesundheitsindikatoren und die Notwendigkeit von Daten, die strukturelle Ungleichheiten und Machtungleichgewichte erfassen. Der Dialog wurde mit Überlegungen zu Widerstandsstrategien, der Politisierung von Gesundheitsdaten und den Auswirkungen vielfältiger Forschungsteams beendet. Die Referenten betonten, dass nachhaltige Gleichstellungsarbeit die Beteiligung der Gemeinschaft, interdisziplinäre Zusammenarbeit und aktive Reaktionen auf die weltweit zunehmende Gegenbewegung gegen Geschlechterrechte erfordert.