DiGENet Network Meeting (18.07.2024)
Im Rahmen des 13. DiGENet-Netzwerktreffens wurde das Thema "Gender & Diversity in MINT" erörtert. Im Fokus standen strukturelle Vorurteile sowie die Integration von Gender- und Diversitätsperspektiven in die wissenschaftliche Forschung, Lehre und institutionelle Entwicklung. In ihrer Eröffnungsrede betonte die Präsidentin der Technischen Universität, Prof. Dr. Geraldine Rauch, die anhaltenden geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Forschung – von voreingenommenen klinischen Studien bis hin zu algorithmischer Diskriminierung in der KI – und forderte institutionelle Verantwortung bei der Bewältigung dieser Probleme. Dr. Sigrid Schmitz (HU Berlin) referierte in ihrer Keynote zur Einbettung von Gender in MINT-Epistemologien. In ihrem Vortrag betonte sie die Persistenz eines weißen, männlich dominierten wissenschaftlichen Rahmens und sprach sich für eine Veränderung der Konzeptualisierung von "Sex" und "Gender" in der Wissensproduktion aus. Im Rahmen der Diskussionen wurde die Notwendigkeit fachspezifischer Ansätze, übergreifender Praktiken und der Gemeinschaftsbildung innerhalb der MINT-Fächer erörtert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das BUA-Zertifikatsprogramm "Gender & Diversity in Science & Technology Studies" vorgestellt, das von Prof. Dr. Petra Lucht und Prof. Dr. Martina Erlemann (FU Berlin) präsentiert wurde. Das Programm zielt darauf ab, Studierende und Nachwuchswissenschaftler dabei zu unterstützen, sich kritisch mit Diversität im MINT-Kontext auseinanderzusetzen. Das Programm sieht eine Erweiterung auf alle BUA-Partner vor und fördert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. In ihrem Vortrag betonte Prof. Dr. Martina Schraudner (Fraunhofer CeRRI) die Forderung des europäischen Rahmens, Gender in die Strategien zur Forschungsförderung, Innovation und gesellschaftlichen Wirkung zu integrierenund die Relevanz von Co-Design sowie inter- und transdisziplinären Ansätzen zu unterstreichen.
