DiGENet Network Meeting (24.05.2024)
Am 24. Mai 2024 fand das 12. DiGENet-Netzwerktreffen statt, bei dem sich Forscherinnen und Forscher sowie Gleichstellungsbeauftragte versammelten, um Strategien zur Förderung von Vielfalt und zur Verhinderung von Diskriminierung im akademischen Bereich zu erörtern. Ulrike Ohnesorge präsentierte das umfassende Präventionskonzept des Max-Delbrück-Centrums, das als Reaktion auf Fälle von Belästigung und Machtmissbrauch entwickelt wurde. Das Konzept umfasst klare Beschwerdestrukturen sowie ein dezentrales Netzwerk geschulter Ansprechpartner. Das Einstein Center Digital Future hat in seinem Gender & Diversity Network Erkenntnisse gewonnen, die darauf abzielen, die Wissensproduktion inklusiver zu gestalten. Ein Beispiel ist ein Wikipedia-"Edit-a-thon". Die DiGENet Forschungsgruppen präsentierten Projekte, die sich mit akademischen Karrieren, sexueller Belästigung und mehrfacher Marginalisierung befassen. Die präsentierten Forschungsprojekte weisen alle auf die Notwendigkeit datengestützter und struktureller Maßnahmen hin. In ihrer Keynote veranschaulichte Prof. Kelly Hannah-Moffat (Universität Toronto), wie Universitäten durch die Kombination von Führungsverantwortung, Mitbestimmung der Gemeinschaft und transparenten Prozessen eine dauerhafte Kultur der Gleichberechtigung aufbauen können. Die Veranstaltung legte den Fokus auf die Relevanz von institutionellem Engagement, partizipativen Praktiken und langfristigen Strategien für die Etablierung eines inklusiven akademischen Umfelds.
