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DiGENet Network Meeting (20.10.2023)

Im Rahmen des 10. DiGENet-Netzwerktreffens wurde eine Plattform für den Austausch zwischen akademischen und administrativen Akteuren der Berlin University Alliance geschaffen, mit dem Ziel, intersektionale Strategien in den Bereichen Diversität, Geschlechtergleichstellung und institutioneller Wandel zu erörtern. In ihrer Keynote betonte Prof. Londa Schiebinger (Stanford University) den Ansatz der "Gendered Innovations" und wies auf die Notwendigkeit hin, Geschlecht, Gender und Intersektionalität systematisch in die MINT-Forschung (MMINT) zu integrieren. Sie plädierte für drei wesentliche Veränderungen: die Korrektur der Zahlen, die Korrektur der Institutionen und die Korrektur des Wissens. Das Programm umfasste auch Präsentationen zu den Diversitätsstrategien der Technischen Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. In diesen Präsentationen wurden strukturelle Fortschritte wie die Einrichtung von Beratungs- und Beschwerdestellen, intersektionale Richtlinien und ein erweitertes Mentoring für unterrepräsentierte Gruppen vorgestellt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde insbesondere der soziale Hintergrund als Diversitätsdimension thematisiert. In ihrer Keynote-Ansprache betonte Katja Urbatsch (Arbeiterkind.de) die Herausforderungen, mit denen Studierende der ersten Generation konfrontiert sind, und präsentierte umsetzbare Lösungsansätze, darunter die Einführung von Peer-Mentoring-Programmen, die verstärkte Sichtbarmachung von Vorbildern und die frühzeitige Bereitstellung akademischer Unterstützung. In Kleingruppendiskussionen wurden institutionelle Strategien zur Bekämpfung sozialer und struktureller Ungleichheit weiterentwickelt.