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DiGENet Network Meeting (05.10.2021)

Das fünfte Treffen des Netzwerks für Vielfalt und Geschlechtergleichstellung (DiGENet) war ein voller Erfolg. Abermals kam eine große Anzahl Forschende aus der gesamten Berliner Wissenschaftslandschaft zusammen, um die gemeinsame Zusammenarbeit im Bereich Diversität und Vielfalt innerhalb von drei Fachbereichen zu stärken. Der Verbund bietet ein breites Spektrum an Studiengängen aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften sowie Gesundheit und MINT an. Die Diskussionen um die Frage, wie diese Fachebreiche noch besser im Bereich der Diversitäts- und Gleichstellungsforschung aufgestellt werden können, haben uns viele wertvolle Einblicke gebracht. So wurde sich unter anderem mit strukturellen Lücken in Daten, akademischer Teilhabe und der Definition von Exzellenz befasst. Ein wichtiger Schwerpunkt war dabei, Vielfalt durch neue Instrumente wie den Diversity Minimal Item Set und ein sich weiterentwickelndes Diversity Glossary messbar und sichtbar zu machen. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass in Forschung und Lehre intersektionale, dekoloniale und antirassistische Ansätze verfolgt und integriert werden. In Arbeitsgruppen wurden diesbezüglich auch neue Ideen gesammelt. Zum Beispiel wurde vorgeschlagen, eine Umfrage zur Überwachung der Vielfalt zu machen, einen Startkapitalfonds für Pilotprojekte zu gründen und eine mehrsprachige E-Learning-Plattform ins Leben zu rufen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten einen institutionellen Wandel sowohl in der akademischen Kultur als auch in der Verwaltung und wiesen auf die Normen hin, die leider in der Forschungsbewertung, der Einstellung von Personal und den disziplinären Grenzen verankert sind und dadurch manche Menschen ausgrenzen. Besonders die Audre-Lorde-Gastprofessur und die internationale Vortragsreihe sind als unterstützende Initiativen für dieses Ziel herausgehoben worden.