DiGENet Network Meeting (17.06.2021)
Zum vierten Netzwerktreffen des DiGENet lag der Fokus auf der Förderung intersektionaler Forschung und der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen akademischen Einrichtungen in Berlin. Die Veranstaltung bot eine inspirierende Keynote von Prof. Maisha Auma, der ersten Audre-Lorde-Gastprofessorin. In ihrer Rede skizzierte sie das Vermächtnis von Audre Lorde und betonte die Notwendigkeit subalterner und machtkritischer Ansätze in der Diversitätsforschung. Im Anschluss bildeten die Teilnehmenden neue Arbeitsgruppen zu wichtigen Diversitätsdimensionen (Geschlecht und LSBTIQ*, Rassismus und Migration, Gesundheit und Fähigkeiten, sozioökonomischer Status und Regionalität), um Möglichkeiten für eine übergreifende Interessenvertretung und praktische Integration in die breiteren DiGENet-Strukturen zu identifizieren. Mehrere etablierte Arbeitsgruppen berichteten über aktuelle Entwicklungen, insbesondere über den „Minimal Item Set“ zur Messung von Diversität, der neue Punkte zu Pflege und Diskriminierung enthält. Es wurden Bedenken hinsichtlich bürokratischer Hindernisse für die Überwachung von Diversität sowie der Gefahr einer Verengung der Diversitätsforschung auf quantitative Messgrößen geäußert. Das ausscheidende Koordinationsteam übergab die Koordination des Netzwerks an ihre Nachfolge und wurde dafür bedankt, das DiGENet zu einem wichtigen Impulsgeber für strukturelle und programmatische Veränderungen im Verbund gemacht zu haben.
