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Geförderte Projekte im Sommersemester 2021

Im Sommersemester 2021 werden 8 X-Tutorials angeboten. Informationen zur Anmeldung und zur Anrechenbarkeit der Module finden Sie hier


Der Berliner Mauer(rad)weg

Tutorinnen: Pia Rafalski und Flora Rogin

Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Dorothee Brantz, Institut für Historische Urbanistik, Technische Universität Berlin

Im Sommersemester wollen wir mit Euch zusammen den Mauerweg (er)radeln - und seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erforschen.
Unsere Forschungsfragen und methodischen Ansätze sind so vielfältig wie der Mauerweg selbst. Ihr könnt Euch abhängig von euren Vorkenntnissen und Interessen mit den verschiedensten Themenbereichen auseinandersetzen: städtebaulich, historisch, landschaftlich, nach Quartieren oder Etappen des Weges sowie dessen infrastrukturellen Gegebenheiten. Dabei nutzen wir interdisziplinäre Ansätze: Fotografie, Kartierung, Archiv- und Quellenarbeit, Netzwerkanalyse, teilnehmende Beobachtungen und viele mehr. Die Arbeit in themenorientierten Kleingruppen steht hierbei im Vordergrund. Zum Abschluss des Moduls wird eine kurze Präsentation Eurer individuellen Ergebnisse erwartet sowie 2-3 Seiten Projektreflexion.

Termine: 5 Blöcke à 3 Stunden: 06.05. / 22.05. / 09.06. / 25.06 / 12.07.2021

Kontakt/Anmeldungpia.rafalski@campus.tu-berlin.de

Hinweis zur Anmeldung: Sind Sie Studierende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin oder der Humboldt-Universität zu Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte reichen Sie umgehend danach per E-Mail folgende Unterlagen beim BUA-Büro der Technischen Universität Berlin ein:


Psychologie im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse: Ein transdisziplinäres Forschungsprojekt

Tutorinnen: Svenja Hackethal, Hanne Oeltjen, Yasmin Thies, Anita Neumann und Annika Just
Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Kerstin Palm, Institut für Geschichtswissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Psychologie wird an deutschen Universitäten den Naturwissenschaften zugeordnet, was mit einer stark quantitativ-experimentell ausgerichteten Forschung einhergeht. Während psychologisches Wissen zunehmend Einfluss auf den öffentlichen Diskurs nimmt, bleibt in der akademischen Psychologie eine wissenschaftstheoretische, historische und gesellschaftliche Verortung weitgehend aus. In diesem Seminar wollen wir psychologisches Wissen in den Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse setzen. 

Nach einer Einführung in postkoloniale, queere und feministische Perspektiven auf Psychologie erarbeiten die Teilnehmer*innen in Kleingruppen eigene Forschungsprojekte, in denen sie sich mit einem Konstrukt aus der Psychologie auseinandersetzen (wie z.B. Intelligenz, Trauma, Bindung etc.). Angelehnt an das Lübecker Modell der Psychological Humanities können dabei Zugänge aus den Natur-, Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften verknüpft werden, um so Raum für eine machtkritische Reflexion zu schaffen. Dies kann auch popkulturelle Zugänge (z.B. Podcasts) und Forschung in community-basierten Projekten (z.B. Beratung) einschließen. 

Kontakt: Hanne Oeltjen, oeltjenh@hu-berlin.de

Hinweis zu Anmeldung: Sind Sie Studierende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin oder der Technischen Universität Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte kontaktieren Sie umgehend danach per E-Mail das BUA-Büro der Humboldt-Universität zu Berlin, um einen Antrag auf Teilnahme an BUA Modulen zu stellen. E-Mail an: bua-buero@hu-berlin.de


Excess/Eros/Ecology – Georges Bataille und die aktuelle Theorie

Tutorin und Tutor: Vanessa Engelmann und Philipp Bräuner
Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Iris Därmann, Institut für Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

 „Heute weiß man es: Bataille ist einer der wichtigsten Schriftsteller seines Jahrhunderts“, so leitet Michel Foucault das posthum veröffentlichte Gesamtwerk des Pariser Archivars ein und eröffnet auf diese Weise einen Denkraum, in dem Georges Bataille zu einem wichtigen Referenzpunkt der französischen Theorie des 20. Jahrhunderts wird. Doch auch in aktuellen Theoriedebatten der vergangenen Jahre taucht der Schriftsteller, Soziologe und Philosoph wieder vermehrt auf. Sei es im Kontext kapitalismuskritischer Debatten oder postkolonialer Anthropozän-Forschung – Batailles Konzepte wie jene der Überschreitung, des niederen Materialismus und der Heterologie finden auch heute noch Aufmerksamkeit. Um diese Wiederaufnahme nachzuvollziehen und mögliche Anschlüsse für unsere Forschungsfelder zu finden, werden wir uns im ersten Semester mit Batailles Werk und dessen vielschichtiger Rezeption beschäftigen. Dabei wollen wir zum einen gerade der dem Werk immanenten Heterogenität nachspüren und in diesem Zusammenhang auch die unterschiedlichen Genres betrachten, in denen Bataille sich bewegte. Zum anderen werden wir seine Texte historisch befragen und losen Enden in Theorie und Literatur nachgehen.

In zwei Blockveranstaltungen im Sommer wollen wir daher Texte von Bataille selbst lesen (Der Verfemte Teil, Die ErotikGeschichte des Auges), Theoretiker:innen, die sein Werk rezipieren (u.a. Michel Foucault, Achille Mbembe, Kathryn Yusoff) aber auch Autor:innen, die vor allem zu den Feldern Materialität und Poesie mit Bataille in Resonanz gebracht werden können (u.a. Donna Haraway, Karen Barad, Audre Lorde). Im darauffolgenden Wintersemester wird die Forschungsarbeit mit in der Gruppe gelegten Schwerpunkten fortgeführt, sodass wir am Ende unsere Ergebnisse in Form eines kleinen Magazins festhalten und präsentieren können. 

Zum Auftakt findet zu Beginn des Semesters eine Einführungsveranstaltung statt, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen. Für Fragen und Anmeldungen schreibt gerne eine Email an: philipp.braeuner@hu-berlin.de.

Hinweis zu Anmeldung: Sind Sie Studierende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin oder der Technischen Universität Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte kontaktieren Sie umgehend danach per E-Mail das BUA-Büro der Humboldt-Universität zu Berlin, um einen Antrag auf Teilnahme an BUA Modulen zu stellen. E-Mail an: bua-buero@hu-berlin.de


Interessen in politisches Handeln umsetzen. Kooperationen mit Schüler*innen aus Berliner Schulen in schwieriger Lage

Tutorin und Tutor: Eva Dietrich und Leonhard Rapp
Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Sabine Achour, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin

Wie können wir Schüler*innen aus sozialen Brennpunktschulen darin unterstützen, politisch aktiv zu werden? In unserem Tutorium möchten wir zusammen mit euch Kontakt zu interessierten Schüler*innen aufnehmen und ihre Interessen in politisch wirksame Handlungen (z. B. Petitionen, Expertengespräche, Aktionstage) umsetzen (Intervention). Sowohl vor als auch nach der Intervention möchten wir mithilfe eines Interviews erfassen, inwiefern sich Schüler*innen selbst als politisch wirksam erleben. Wie schätzen sie ihre politischen Handlungsmöglichkeiten ein? Gibt es durch die Intervention eine signifikante Veränderung? Die Ergebnisse der Untersuchung sollen von den Teilnehmenden in einem Seminarprodukt, z. B. als Podcast, Video, Screencast, festgehalten werden.

Aufgrund der Vielfalt der möglichen Interessengebiete der Schüler*innen freuen wir uns über die Teilnahme Studierender sämtlicher Fachrichtungen. 

Gerne könnt ihr euch bei Interesse bei uns melden:

Leonard Rapp: leonard.rapp@fu-berlin.de

Eva Dietrich: eva.katharina.dietrich@fu-berlin.de

Termine: 4 Blöcke à 3 Stunde: 15.05. und 16.05., jeweils 10:00-13:00; 26.05. und 09.6., jeweils 18:00-20:00; zwischen den Terminen Arbeit in Kleingruppen.

Hinweis zur Anmeldung: Sind Sie Studierende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Technischen Universität Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte reichen Sie umgehend danach per E-Mail folgende Unterlagen beim BUA-Büro der Freien Universität Berlin ein:


Social Entrepreneurship and/vs. Social Inequality

Tutorin: Josefa Kindt
Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Boike Rehbein, Institut für Asien- und Afrikawissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

This research project examines the relationship between social entrepreneurship and social inequality. Specifically, we will investigate the potentials and limitations of social entrepreneurship to address socially produced inequalities within a neoliberal system. The students will prepare and execute the research in two cycles. The city of Berlin serves as our field. In the first cycle, we look at how globally pervasive power structures play out in the local. Precisely, how is social inequality produced, and how does it manifest in the city of Berlin? We will analyse the impact of various discriminatory structures (including e.g., anti-Black, anti-Muslim, and anti-Sinti-Romnja racisms; antisemitism; cis- heteronormative sexism; ableism; ageism; social classism) on people’s chances and access to resources in the city. In the second cycle, we scrutinise existing solutions for the identified issues. What defines social enterprises? How are they positioned in relation to the state, the market, and civil society? What strategies do they employ to address and counter inequalities? How are they (not) complicit in the system that re-/produces these inequalities? Research results will be published in the form of a podcast (produced by the students) to make them more inclusive and accessible.

Language requirements: Participants must have a good command of German, as they will conduct secondary data analysis (i.e., review of studies conducted by various German public and private institutions).

Start: May 15th 2021
Kontakt: Josefa Kindt, kindtjos@student.hu-berlin.de

Note on registration: You are studying at  Charité - Universitätsmedizin Berlin, Freie Universität Berlin or Technische Universität Berlin and have received confirmation of participation by the Tutors of this X-Tutorial? Please contact the BUA office at Humboldt-Universität zu Berlin immediately by e-mail to apply for participation in a BUA module. E-mail to: bua-buero@hu-berlin.de


Spannungsfeld Medizin und Politik. Der Fall der Diamorphin-Therapie

Tutorin und Tutor: Johanna Klag und Jakob Eichler
Betreuendes Fachgebiet: Dr. Stefan Gutwinski, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Seit 2009 gibt es in Deutschland die Diamorphin-Therapie, eine Substitutionstherapie für Personen, die mit einer Opioidabhängigkeit diagnostiziert wurden. In klinischen Studien zeigt diese sich als signifikant wirksamer als herkömmliche Substitutionstherapien, dennoch existieren zahlreiche Hürden. Sowohl im §5a BtMVV sowie §13 BtMG finden sich weitgehende Einschränkungen für Patient*innen sowie praktizierende Ärzt*innen. Vergleichsweise hohe Auflagen gibt es bei kaum einer anderen medizinischen Therapie. Diese Handhabung spiegelt sich auch in den Patient*innenzahlen wieder:  Nur 1,1% aller Substitutionstherapien in Deutschland werden mit Diamorphin durchgeführt. Im Forschungstutorium gehen wir in Übersichtsarbeiten, Expert*inneninterviews und qualitativen Interviews der Frage nach, ob die rechtlich vorgegebenen Hürden der Diamorphin-Therapie (noch) vertretbar sind.

Bitte informiert euch bereits vor Anmeldung über das Thema und unser Vorhaben. Unser Antrag: https://kurzelinks.de/vxkr

Kobtakt: jakob.eichler@hu-berlin.de  und johanna.klag@hu-berlin.de

Termine: 08.05., 09.05., 29.05., 12.06., 13.06., 03.07., 04.07, jeweils von 9-13 Uhr.

Hinweis zur Anmeldung: Sind Sie Studierende der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Technischen Universität Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte reichen Sie umgehend danach per E-Mail folgende Unterlagen beim BUA-Büro der Charité – Universitätsmedizin Berlin ein:


Transparency for Sustainability

Tutorinnen: Catherina Hauschildt und Lisa Lüttke
Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Joachim Gassen, Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung, Humboldt-Universität zu Berlin

Unternehmen signalisieren auf vielfältige Weise ihre Nachhaltigkeitsbestrebungen an die Gesellschaft. Wenn die Angaben aus den Nachhaltigkeitsberichten der Wirklichkeit entsprechen, müssten wir eine verringerte CO2-Emission auf Länderebene beobachten. Doch können wir das tatsächlich feststellen? Kann Berichtstransparenz von Unternehmen Auswirkungen auf die CO2-Emissionen auf Länderebene in der EU entfalten? Diese Frage wollen wir gemeinsam beantworten, indem wir mit der biochemischen Aufarbeitung des CO2-Fußabdruckes angefangen und systematisch die Aspekte der Berichtstransparenz erarbeiten. Wir werden gemeinsam einen Forschungsblog erstellen, auf dem wir unsere Ergebnisse festhalten. Begleiten werden uns auf diesem Weg diverse Expert:innen aus den Bereichen Physik, Wirtschaft und Informatik. Das Tutorium wird uns Studierenden genügend Freiraum geben, neue Aspekte während des Seminars einzuarbeiten. Wir freuen uns auf ein diskussions- und ergebnisreiches Seminar mit euch!

Unsere E-Mailadresse lautet: transparency4sustainability@posteo.de

Hinweis zu Anmeldung: Sind Sie Studierende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin oder der Technischen Universität Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte kontaktieren Sie umgehend danach per E-Mail das BUA-Büro der Humboldt-Universität zu Berlin, um einen Antrag auf Teilnahme an BUA Modulen zu stellen. E-Mail an: bua-buero@hu-berlin.de


Zweckentfremdung von Wohnraum in der wachsenden Stadt: Hintergründe, Ausmaß, Folgen und Handlungsperspektiven in Berlin

Tutorin und Tutor: Undine Christian und Linus Pfeiffer
Betreuendes Fachgebiet: Prof. Dr. Lech Suwala, Institut für Stadt- und Regionalplanung, Technische Universität Berlin

Der Berliner Wohnungsmarkt ist seit mehreren Jahren extrem angespannt. Ein wenig beachteter Aspekt ist die Zweckentfremdung von Wohnraum. Darunter fallen planmäßiger bzw. spekulativer Leerstand, die gewerbliche Nutzung als Ferienwohnung oder auch der Abriss von Mietshäusern.
Bisher gibt es kaum Erkenntnisse darüber, wie viele Wohnungen tatsächlich zweckentfremdet werden, wie die Mietpreise beeinflusst werden, welche Gründe es insbesondere für Leerstand gibt und welche gesellschaftlichen Folgen Zweckentfremdung für die Anwohnenden und Kieze hat.
In diesem Forschungsprojekt wollen wir interdisziplinäre Antworten auf die bestehenden Fragen herausarbeiten und Handlungsspielräume für Politik und Verwaltung aufzeigen.
Das Projekt richtet sich an alle Studierende, die ein Interesse an der Stadt Berlin als Forschungsobjekt haben. Willkommen sind insbesondere Studierende der Stadt- und Regionalplanung, Rechts-, Wirtschaft-, Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften, aber auch aus anderen Bereichen.

Kontakt: undine.christian@rewi.hu-berlin.de und linus.paul.pfeiffer@hu-berlin.de

Hinweis zur Anmeldung: Sind Sie Studierende der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin oder der Humboldt-Universität zu Berlin und haben von der Tutorin oder vom Tutor des Projektes eine Platzzusage erhalten? Bitte reichen Sie umgehend danach per E-Mail folgende Unterlagen beim BUA-Büro der Technischen Universität Berlin ein: