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Forschungsdatenmanagement und Open Access

Die BUA fördert Strukturprojekte, die Tools und Services (weiter-)entwickeln, um den Zugang zu Forschungsdaten und -publikationen zu erleichtern. Bestehende Infrastrukturen sollen verknüpft und Best-Practice-Beispiele entwickelt werden. In den folgenden Projekten arbeiten Mitarbeiter*innen der vier Verbundpartnerinnen zusammen, um dieses Ziel zu erreichen.

Durch das Projekt A Digital Research Space for the Berlin University Alliance (PILOT) wird angestrebt, ein Portal für Dienste rund um elektronische Forschungsdaten von allen beteiligten BUA-Partnerinnen zu erstellen und es in das Portfolio der Universitätsbibliotheken aufzunehmen. Weitere Portal-Funktionalitäten für Wissenschaftler*innen sind geplant, insbesondere der Zugang zu digitalen Ressourcen der BUA und ein digitaler Forschungsraum zum Gestalten datengetriebener Forschung. Das Projekt wird von Prof. Dr. Claudia Müller-Birn (Freie Universität Berlin) und Dr. Sonja Schimmler (Technische Universität Berlin) geleitet.

Ziel des Projekts Concept Development for Collaborative Research Data Management Services ist es, die Services rund um Forschungsdatenmanagement (FDM) innerhalb der BUA weiter zu stärken. Im Zentrum steht ein nachhaltiger Aufbau von Kompetenzen und Expertise zum Thema Forschungsdatenmanagement für Forschende sowie Multiplikator*innen. Am Ende des auf zwei Jahre angelegten Projekts werden unter anderem eine zentrale BUA-FDM-Informationswebsite sowie eine innerhalb der BUA abgestimmte Strategieentwicklung zum Forschungsdatenmanagement stehen. Das Projekt wird von Sibylle Söring (Freie Universität Berlin) geleitet. 

Das Projekt COVID-19 and Transport (Berlin Mobility Data Hub) hat zum Ziel, ein Monitoring-Center für die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Transport, Mobilität und Logistik in der Bundeshauptstadt gemeinsam umzusetzen. Das Projekt wird von Prof. Dr. Natalia Kliewer (Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel (Technische Universität Berlin) geleitet.

Das Projekt Digitales Netzwerk Universitätssammlungen exploriert die Grundlage für eine nachhaltige Sammlungsinfrastruktur innerhalb der vier Verbundpartnerinnen und erarbeitet eine Empfehlung zu dessen nachhaltiger Ausgestaltung. Eine umfassende digitale Infrastruktur der rund 90 Sammlungen soll deren Nutzbarkeit und Sichtbarkeit unterstützen sowie deren Forschung ermöglichen. Das Projekt wird von Dr. Yong-Mi Rauch (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Andreas Brandtner (Freie Universität Berlin) und Prof. Dr. Schnalke (Charité – Universitätsmedizin Berlin) geleitet.

Zielsetzung des Projekts Distributed Network for Publishing Services ist der kooperative Aufbau von Beratungs- und Serviceleistungen zum wissenschaftlichen Publizieren sowie der Ausbau vernetzter Open-Access-Publikationsinfrastrukturen auf der Grundlage verteilter Kompetenzschwerpunkte der BUA-Partnerinnen. Mit der Realisierung des Netzwerks werden Transparenz für Publikationsprozesse hergestellt, Rechtssicherheit geschaffen, die Sichtbarkeit von qualitätsgesicherten Publikationen erhöht und die bibliometrische Einordnung publizierter Forschungsergebnisse ermöglicht. Das Projekt wird von Dr. Andreas Brandtner (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Andreas Degkwitz (Humboldt-Universität zu Berlin), Jürgen Christof (Technische Universität Berlin) und Ursula Flitner (Charité – Universitätsmedizin Berlin) geleitet.

Das Ziel des Objective 5 „Sharing Resources“ der BUA ist es, Forschungsinfrastruktur gemeinsam zu nutzen und damit die bestehende Zusammenarbeit der Forschenden auszubauen. Bei der Umsetzung interdisziplinärer und beständiger Forschungsprogramme bieten insbesondere Forschungsbauten, welche über das gemeinsame Förderprogramm von Bund und Land nach Art. 91 b GG eingeworben werden, eine wichtige Komponente.

In diesem Projekt wird die gemeinsame Beantragung und Umsetzung von Forschungsbauten (Neu-aber auch Umbauten) verfolgt. Derzeit gibt es drei gemeinsame Projekte an denen jeweils zwei BUA-Partnerinnen beteiligt sind.

Der 91b Forschungsbauantrag „Der gesunde Mensch“: The Berlin Centre for the Biology of Health (BC-BH) wurde im Januar 2023 von der Charité (Hauptantragsstellerin) und der FU Berlin beim Wissenschaftsrat eingereicht und erhielt im Frühjahr die Förderempfehlung. Das ehemalige Institut für Hygiene und Mikrobiologie am Charité Campus Benjamin Franklin soll nach Sanierung und Erneuerung ab 2028 das BC-BH beherbergen. In diesem hochinteraktiven Forschungsraum sollen zukünftig die Mechanismen der Gesunderhaltung erforscht werden um damit eine verlängerte Spanne gesunden Lebens für die Gesellschaft zu erreichen.

Das Optobiologie-Zentrum ist ein strategischer Forschungsbau, der von der HU Berlin (Hauptantragstellerin) und der Charité 2022 eingeworben wurde. Der Nutzen des Forschungsbaus liegt darin die Zusammenarbeit zwischen der Charité und der HU im Rahmen der Etablierung eines wissenschaftlichen Zentrums zur Förderung von Photobiologie, Optogenetik und Mikroskopie, zusammengefasst als Optobiologie, weiter zu entwickeln. Der Neubau soll auf dem Campus Nord der HU bis 2027 entstehen.

Das Si-M (der Simulierte Mensch) ist ein gemeinsamer Forschungsbau zwischen der TU Berlin und der Charité. Das derzeit im Bau befindliche Gebäude am Campus Virchow-Klinikum wird voraussichtlich im Frühjahr 2025 an die Nutzer übergeben. Die Forschenden werden gemeinsam an der Simulierung von humanen Zell – und Organfunktionen arbeiten um langfristig das Verständnis von Krankheiten zu verbessern. Dabei setzt die Forschung im Si-M auf Reduzierung von Tierexperimenten. 

Ansprechpartnerin für die Beantragung und Umsetzung von 91b Forschungsbauten ist häuserübergreifend:

Celina Schulze, forschungsbauten@berlin-university-alliance.de

Damit Ressourcen in Laboren bestmöglich eingesetzt werden können, hat sich das Projekt Labor Know-How als Shared Resource das Ziel gesetzt, ein gemeinsames Management der Labore zu entwickeln. Bei thematisch verwandten Forschungszielen ist aus Effizienzgründen die Bündelung der Ressourcen sinnvoll. Um Wissensverlust durch zum Beispiel Personalwechsel zu vermeiden, werden im Projekt Bestände erfasst und katalogisiert sowie Labortrainings angeboten. Das Projekt wird von Prof. Dr. Pia Knoeferle (Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Fabian Klostermann (Charité – Universitätsmedizin Berlin) geleitet.

Worum geht es?

Im Verbund der Berlin University Alliance werden den Forschenden Dienste von ganz unterschiedlichen Service-Einrichtungen angeboten. Diese Dienste beschränken sich nicht nur auf Angebote der IT-Zentren oder Bibliotheken, sondern umfassen außerdem die strukturierten Dienstleistungen der technischen Abteilungen oder der Service-Zentren Forschung. Darüber hinaus sollen auch Geräte und sonstige forschungsrelevante Elemente sowie Beratungs- oder Schulungsmöglichkeiten, die auch anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zugute kommen könnten, unter dem Begriff „Dienst“ oder „Service“ gefasst werden. Ziel und Kernidee dieses Projekts ist die Einrichtung eines Service-Katalogs für die verteilte Nutzung von Diensten in der Forschung, um mittelfristig eine gemeinsame Infrastrukturnutzung durch Bereitstellung von Informationen und einen einfach zu verwendenden Nutzungsrahmen vermitteln und ermöglichen zu können.

Ziele

Das Ziel des Projekts ist daher ein kategorial durchstrukturierter Katalog, um Angebote der einzelnen Einrichtungen sichtbar und vergleichbar zu machen. In einem zweiten Schritt soll dadurch ableitbar werden, welche Dienste gegebenenfalls übergreifend nutzbar sind und in welchen Bereichen weitere Bedarfe bestehen.

Mit Blick auf Qualität, Effektivität und Angebotsbreite, erscheint es sinnvoll, einen Service-Katalog zu entwickeln, mit dem Forschende unkompliziert auf Services der anderen Einrichtungen zugreifen können. Darüber hinaus ermöglicht der Service-Katalog, dass sich Dienstleistungen durch gegenseitige Absprachen verbessern und ergänzen können.

Projektverlauf

Im Juni 2021 startete das gemeinsame Pilotprojekt der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Es ist auf zwei Jahre angelegt. Während der Pilotphase werden zum einen Taxonomien definiert, die notwendig sind, um die Bandbreite an Service-Angeboten darzustellen. Zum anderen werden erste Angebote von Stakeholderinnen und Stakeholder an den Berliner Einrichtungen erfasst, um diese in einem prototypischen Katalog zugänglich zu machen beziehungsweise testen und analysieren zu können.

Erwartete Ergebnisse

Ein institutionsübergreifender Service-Katalog ist ein Mammutprojekt. Anhand des Piloten sollen weitere Handlungsfelder erschlossen und Empfehlungen erarbeitet werden, auch zu Aspekten wie einem Äquivalententausch und der Erstellung eines Lastenhefts.

Kontakt

Mittels der Open-Source-Software VIVO wird das Projekt Forschungsinformationsplattform FIP mit VIVO eine föderierte Forschungsinformationsplattform (FIP) für die BUA einreichen. Die entstehende Plattform dient nach innen der besseren, einfacheren Suche, Präsentation und interdisziplinären Vernetzung der Forschenden und ihrer Arbeit und Themen sowie dem Management und der Analyse der Forschungsinformationen. Nach außen dient die Plattform mit ihrer transparenten, strukturierten Darstellung der Wissenschaftskommunikation und dem Wissenstransfer. Das Projekt wird von Malte Dreyer (Humboldt-Universität zu Berlin) geleitet.