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Wenn Materie lebendig wird

Hauptantragstellerin: Leá Perraudin, Humboldt-Universität zu Berlin, Exzellenzcluster »Matters of Activity. Image Space Material«

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Exzellenzcluster Matters of Activity. Image Space Material und Science of Intelligence haben sich im Experimentallabor Wenn Materie lebendig wird zusammengeschlossen. Sie wollen die Intelligenz von Materialien öffentlich diskutieren und erfahrbar machen. Materialien, die nach dem Vorbild der Natur als aktive Materialien zu scheinbar intelligenten Teilnehmenden in der Gesellschaft werden, verändern unser Verhältnis zur Natur und Technik grundlegend. Das Smartphone scheint Teil des menschlichen Körpers geworden zu sein, gleichzeitig imitieren immer neuartigere Kleidungsmaterialien die Natur. Diverse technische Gegenstände unseres Alltags interagieren heute beispielsweise mittels moderner Sensorik und Motorik oder aber durch Verwendung von selbstaktiven, soften oder smarten Materialien selbstständig mit ihrer Umgebung.

Mit spielerischen Formaten werden im Experimentallabor Menschen aus drei gesellschaftlichen Gruppen angesprochen, um sich gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Cluster diesem Zukunftsthema zu nähern: Schülerinnen und Schüler, Menschen aus Start-Up, Management und Politik sowie Personen einer breiten Öffentlichkeit. Eine Plattform für digitale Lernmodule und Labore, die mittels einer Virtual Reality Brille besucht werden, spielen dort genauso eine Rolle wie eine Pop-Up Science Station. In Flip Science Events treten Doktorandinnen und Doktoranden der beiden Cluster gegeneinander am, um im spielerischen Wettbewerb ihre Forschung auf unkonventionelle und verständliche Weise zu verteidigen. Zudem sind Robotik Workshops oder Fish Bowl Events für Start-Up Unternehmen geplant.

„Was wäre, wenn…?“ Das zentrale Element der zweiten Phase des Experimentallabors sind offene Workshops, in denen anhand von drei Beispielen (soft-robotische Hand, Pflanze, Schuh) Designs in hypothetischen Zukunftsszenarien gestaltet und erforscht werden. Ganz nach dem Motto „Wissen durch Machen“ wird so die Selbstaktivität und Intelligenz aktiver Materialien nachvollziehbar und erfahrbar gemacht. Die Ergebnisse dieser transdisziplinären Arbeiten werden anschließend in einer gemeinsamen Ausstellung im Humboldt Forum öffentlich präsentiert.