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Wenn Materie lebendig wird

Hauptantragstellerin: Leá Perraudin, Humboldt-Universität zu Berlin, Exzellenzcluster »Matters of Activity. Image Space Material«

Das Experimentallabor „Wenn Materie lebendig wird“ bündelt zentrale Forschungsfragen der Exzellenzcluster „Matters of Activity. Image Space Material“ und „Science of Intelligence“ und adressiert sie im Austausch mit der breiteren Öffentlichkeit Berlins. Unsere hochtechnisierte Gesellschaft, die immer noch auf einer zerstörerischen Ausbeutung der Natur basiert, steht vor einem grundlegenden Wandel unserer Lebensverhältnisse. Materialien, die nach dem Vorbild der Natur durch ihre Selbstaktivität zu ‚intelligenten‘ Teilnehmern der Gesellschaft werden, verändern unser Verhältnis zu Natur und Technik grundlegend.

In unserer kollaborativen Forschung wird die Natur selbst zum Anknüpfungspunkt einer neuen Idee des Technischen. Wir konzentrieren uns dazu auf aktuelle gesellschaftliche Debatten zu geo-politischen und technischen Transformationen wie anthropogenen ökologischen Krisen, der Biologisierung der Technik sowie neuen Entwicklungen im Feld der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Hierfür bedarf es neuartiger Labore, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure in einem explorativ-kollaborativen Prozess gemeinsam mit den Forschenden der Cluster zusammenkommen: Mittels Speculative Designs werden hypothetische Zukunftsszenarien gestaltet und im Sinne eines ‚Wissen durch Machen‘ erfahrbar gemacht.

Auch für die Wissenschaftskommunikation gilt es, neues Terrain zu betreten. Dabei werden die Ko-Kreation spekulativer Objekte, Umgebungen und Zukünfte, ein exploratives Methodendesign sowie genuin spielerische und tentative Formate zu Leitideen. Der Zugang zur Thematik der ‚intelligenten‘, selbstaktiven Materialien bieten digitale VR-Lernmodule, eine Pop-Up Science Station und eine Podcast-Serie. Die gemeinsamen Erkenntnisinteressen und Fragestellungen werden dann in Flip Science Events, Robotik Workshops und Field Explorations vertieft. Den Höhepunkt des Projekts bilden der Speculative Design Workshop und der Civic Summit mit allen Beteiligten. Deren Ergebnisse werden anschließend in einer Ausstellung im Humboldt Forum öffentlich präsentiert und bieten Gelegenheit zur weiteren Reflexion der spekulativen Zukünfte.