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Your Emotional City! “CitEmotion Citizen Science Laboratory.” Jointly Exploring Stress and Resilience In Urban Dwellers

Hauptantragsteller: Prof. Dr. Mazda Adli, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Emotionale Stadt. Eine transdisziplinäre, bürgerwissenschaftliche Untersuchung von stress- und resilienzfördernden urbanen Räumen

Leben und Aufwachsen in der Stadt gehen mit einem höheren Risiko für einige psychische Erkrankungen einher. Dabei scheint sozialer Stress in der Stadt eine entscheidende Rolle zu spielen. Da Urbanisierung weltweit ein rasant fortschreitender Trend ist, besteht hier erheblicher Forschungsbedarf, um Risikofaktoren, aber auch gesundheitsprotektive Ressourcen der Stadt zu identifizieren. Zu diesem Zweck plant ein interdisziplinäres Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie der Humboldt-Universität zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Futurium Berlin und dem King’s College London ein transdisziplinäres Citizen Science Projekt, bei dem der Einfluss der urbanen Umwelt auf die psychische Gesundheit näher untersucht werden soll. Dabei wird mittels eines Smartphone-basierten Ecological Momentary Assessment (EMA) der Einfluss von städtebaulichen und sozialen Faktoren auf psychisches Wohlbefinden sowie soziales Stresserleben bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern Berlins erfasst. Ein Ziel dabei ist die Erstellung einer Emotionsstadtkarte Berlins.

Zusätzlich zur Datenerhebung durch EMA sollen die Projektziele durch innovative Austauschformate erreicht werden: Öffentliche Workshops und Roundtables beteiligen die verschiedenen Akteurinnen und Akteure sowie Bürgerwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unter anderem an der Entwicklung der Fragestellungen und der Interpretation der Daten. Eine begleitende Ausstellung im Futurium Berlin bildet mit den App-basierten Fragebögen ein digital-analoges Dialoginstrument. Die innovativen Austauschformate, das digital-analoge Dialoginstrument und der Citizen Science-Ansatz stehen modellhaft für Science Communication, an der sich transdisziplinäre Folgeprojekte orientieren können.

Das Projekt wird durch die Berlin University Alliance gefördert, gemeinsam mit dem Futurium durchgeführt und vom Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) als Medienpartner begleitet. Zusätzlich unterstützt wird das Projekt im Rahmen der EU-H2020 Kooperation ARTIS (Art and Research on Transformations of Individual and Societies) des Interdisziplinären Forum Neurourbanistik e.V., der Berlin School of Mind and Brain, der Theodor Fliedner Stiftung sowie der Stiftung für Analytische Psychiatrie.