Understanding Family Demographic Processes & In-Work Poverty in Europe

Wie Ehe, Elternschaft und Scheidung das Risiko der Erwerbsarmut über den Lebensverlauf beeinflussen

Ehe, Elternschaft und Scheidung können das Risiko der Erwerbsarmut beeinflussen.

Ehe, Elternschaft und Scheidung können das Risiko der Erwerbsarmut beeinflussen.
Bildquelle: pixabay

Das Projekt analysiert die Rolle von familiendemografischen Prozessen (Austritt aus dem elterlichen Haus, Ehe, Scheidung und Elternschaft) für das Risiko von Erwerbsarmut über den Lebensverlauf.

Prof. Dr. Johannes Giesecke, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Johannes Giesecke, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Humboldt-Universität zu Berlin
Bildquelle: www.martinfunck.com

Prof. Dr. Christiaan Monden, Nuffield College, University of Oxford

Prof. Dr. Christiaan Monden, Nuffield College, University of Oxford
Bildquelle: Bright Lens_Kinga Lubowiecka

Der Forschungsoutput wird mindestens drei innovative Beiträge zum Verständnis von familiendemografischen Prozessen und Erwerbsarmut in Europa beisteuern. Erstens wird ein systematischer Literaturüberblick der familienbezogenen Risikofaktoren für Erwerbsarmut erstellt. Zweitens wird auf der Grundlage von CNEF-Daten analysiert, wie der Zusammenhang zwischen familiendemografischen Prozessen und Erwerbsarmut über den Lebensverlauf variiert. Zum Beispiel soll der äußerst wichtigen Fragen nachgegangen werden, inwiefern der Eintritt in die Elternschaft und Scheidung das Risiko von Erwerbsarmut erhöhen und inwiefern sich dieser Zusammenhang mit zunehmendem Alter verstärkt oder abschwächt. Drittens wird der Zusammenhang zwischen familiendemografischen Prozessen und Erwerbsarmut in einem Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien beleuchtet.

Dr. Emanuela Struffolino, Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Dr. Emanuela Struffolino, Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin
Bildquelle: David Ausserhofer

Dr. Zachary Van Winkle, Department of Sociology, University of Oxford

Dr. Zachary Van Winkle, Department of Sociology, University of Oxford
Bildquelle: Bright Lens - Kinga Lubowiecka

Die beiden Länder unterscheiden sich stark hinsichtlich der wohlfahrtstaatlichen Maßnahmen gegen Armut. Dieser Zwei-Länder-Vergleich wird zeigen, ob Programme mit gezielten Geldleistungen gegen Armut (Großbritannien) den negativen Einfluss der Elternschaft auf Erwerbsarmut mindern oder ob bedingungslose Familiengelder (Deutschland) effektiver sind. Die empirische Komponente wird durch eine Tagung ergänzt, die Experten zu deutscher und britischer Familien-, Arbeits-, und Sozialpolitik sowie deren Beziehung zu sozialen Ungleichheiten zusammenbringt.

Antragstellerin und Antragsteller:

Prof. Dr. Johannes Giesecke (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Christiaan Monden (University of Oxford), Dr. Emanuela Struffolino (Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Zachary van Winkle (University of Oxford)