Berliner Unikate

Ein Pferdeskelett auf dem Flur und ein Tonarchiv für seltene Mundarten: Die Berliner Universitäten und die Charité hegen ganz besondere Schätze. Einige Besonderheiten und Skurrilitäten haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Filmreife Medizingeschichte

Wissenschaftler wie Rudolf Virchow und Robert Koch wirkten an der Charité und prägten die moderne, wissenschaftliche Medizin. Sie waren Helden einer erfolgreichen Fernsehserie, die so einen kleinen Ausschnitt aus der über 300-jährigen Geschichte des Klinikums zeigte. Die ganze Geschichte wird in der Dauerausstellung des Berliner Medizinhistorischen Museums erzählt.

Im Himmel über Berlin

Die „Skyline“-Cafeteria in der 20. Etage des TU-Hochhauses am Ernst-Reuter-Platz lädt nicht nur zur Stärkung zwischen den Seminaren ein, sondern bietet in fast 80 Metern Höhe einen Panorama-Blick über Berlin. Damit ist sie die höchste Studierenden-Cafeteria der Stadt und das in einem historischen Gebäude: dem 1958-60 errichteten Telefunken-Hochhaus, einst höchstes Bauwerk Berlin, das heute unter Denkmalschutz steht.

Ein Historiker als Literaturnobelpreisträger

Theodor Mommsen, Wissenschaftler, Politiker und Förderer der arbeitsteiligen Großforschung in den Berliner Altertumswissenschaften, wurde 1902 für seine Römische Geschichte mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Suche nach einer zweiten Erde

Mit dem Weltraumteleskop PLATO wollen Wissenschaftler Planeten finden, auf denen Leben möglich ist. Professorin Heike Rauer vom Zentrum für Astronomie und Astrophysik der Technischen Universität Berlin leitet das internationale Konsortium für dessen Bau und Betrieb.

Fahrerlose Minibusse auf dem Klinikgelände

Auf dem Gelände der Charité in Mitte sowie auf dem Areal des Virchow-Klinikums in Wedding sind seit April 2018 im Rahmen eines Pilotprojekt mit der BVG fahrerlose Kleinbusse mit Elektroantrieb unterwegs.

Gewächshaus auf dem Dach

Das Institut für Biologie auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität funktionierte seinen ungenutzten Dachboden zum Gewächshaus um.

Aufnahmen aus der Nanowelt

Ein neues extrem leistungsfähiges Elektronenmikroskop an der Freien Universität macht winzige Molekülkomplexe und Viruspartikel gestochen scharf sichtbar.

Mode aus Algen

Lehramtsstudierende der Technischen Universität Berlin entwickeln Kleidung aus alternativen Fasern und tragen die Idee von Nachhaltigkeit ins Klassenzimmer.

Wunderkammern der Forschungsgeschichte

Zu den 45 Sammlungen der Humboldt-Universität gehört auch die Zoologische Lehrsammlung mit mehr als 30.000 Präparaten und Skeletten.

Fest im Stadtbild verankert

Die denkmalgeschützte „Rosa Röhre“ an der Technischen Universität Berlin ist mit ihren 120 Meter der weltweit größte Umlauftank. Sie beherbergt mehrere Versuchsanlagen.

Kultureinrichtung mit Laborcharakter

Das 1790 erbaute Tieranatomische Theater auf dem Gelände des Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin ist das älteste erhaltene Lehrgebäude Berlins.

Arche Noah der Pflanzen

In der Saatgut- und Genbank des Botanischen Gartens Berlin werden die Samen von Wildpflanzen aufbewahrt.

Das besondere akustische Gedächtnis

In der weltweit einzigartigen akustischen Sammlung der Humboldt-Universität zu Berlin finden sich tausende Tonträger, darunter Aufzeichnungen von seltenen Sprachen, Mundarten oder Tierstimmen.

Königliche Vorlesung

Die Vortragsreihe „Queen's Lecture“ war ein Geschenk der Briten an die Stadt Berlin anlässlich des Besuches von Königin Elizabeth II. am 27. Mai 1965 in Berlin.

Auf der Suche nach verlorener Kunst

Forscher der Freien Universität und die Erben Rudolf Mosses suchen in einer einzigartiger Zusammenarbeit nach den verschollenen Kunstwerken des jüdischen Verlegers.

Sprechstunde für Kuscheltiere

Im Teddybären-Krankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin können Kinder ihre Kuscheltiere von angehenden Ärzten untersuchen lassen.

Berlins Bierbrauer

An der Technischen Universität Berlin können Studierende ein populäres Spezialgebiet der Lebensmitteltechnologie studieren: Brauerei- und Getränketechnologie.

Nobler Musiker

Gerhard Ertl, Nobelpreisträger der Chemie von 2007 und Katalysator-Experte, findet beim Klavierspielen einen Ausgleich zur wissenschaftlichen Arbeit.

Ein Hoch auf die Taufe

Am Institut für Meteorologie der Freien Universität kann jeder mittels einer Wetterpatenschaft Hoch- und Tiefdruckgebiete benennen.

Seminar auf dem Reiterhof

Im Pferdezentrum der Freien Universität lernen Studierende der Pferdewissenschaft den sanften Umgang mit kranken Tieren.

Die kleinste Lichtquelle der Welt

Physiker um Professor Oliver Benson haben die kleinste fasergekoppelte Lichtquelle der Welt konstruiert.

Das Lieblingspferd von Friedrich II.

Das Skelett von „Condé“ steht im Institut für Veterinär-Anatomie der Freien Universität.

Signale aus dem All

Im Berliner Stadtteil Charlottenburg, unweit des Ernst-Reuter-Platzes, überwachen Betriebsingenieure im Missionskontrollzentrum des Instituts für Luft- und Raumfahrt an der TU Berlin seit 2004 die Flüge ihrer Minisatelliten im Orbit.

Kinderuniversität der Charité

In der Kinderuni erklären Charité-Experten Acht- bis Zwölfjährigen, wie Leben entsteht und funktioniert. Als Abschluss winkt den Nachwuchswissenschaftlern der Titel: „Spezialist für den Körper“.

Von Julius Cäsar bis Mark Aurel

Die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin umfasst etwa 2100 Abgüsse griechischer und römischer Skulpturen. Darunter auch die römischen Kaiser.

Zeugnis der Luftfahrtgeschichte

Im Großen Windkanal auf dem Campus Adlershof der Humboldt-Universität wurden in den 1930er Jahren Experimente zur Optimierung von Flugzeugformen und –oberflächen gemacht.

Schwitzen für die Wissenschaft

In der Sportforschungshalle auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität helfen hochmoderne Kamerasysteme Bewegungs- oder Spielabläufe zu analysieren.

Tanz aus der Reihe

Gabriele Brandstetter von der Freien Universität ist Deutschlands erste und einzige Professorin für Tanzwissenschaft.