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Julia Wolanski

Wissenschaftliche Koordinatorin „Global Health“ in Objective 1: Focusing on Grand Challenges

10.07.2020

Julia Wolanski

Julia Wolanski
Bildquelle: David Ausserhofer

Die Berlin University Alliance hat sich in besonderer Weise der Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen der Gegenwart von globaler Bedeutung (Grand Challenges) verschrieben. Was „sozialer Zusammenhalt“ bedeutet und welche Entwicklungen Gesellschaften weltweit herausfordern sind zentrale Fragestellungen der ersten Grand Challenge Initiative: Social Cohesion. Der zweite Themenschwerpunkt ist die globale Gesundheit (Global Health). Seit April ist Julia Wolanski wissenschaftliche Koordinatorin für diesen Bereich. Die promovierte Molekularmedizinerin war zuvor als Referentin im Wissenschaftlichen Vorstandsbereich des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft tätig.

Frau Wolanski, Koordination der Grand Challenge Initiative „Global Health“, was bedeutet das genau?

Die Grand Challenge Initiatives sind eines der übergeordneten Ziele der Berlin University Alliance, der sogenannten Objectives. Dabei sollen im Verbund Projekte gefördert und Bereiche etabliert werden, die aktuelle Herausforderungen im interdisziplinären Zusammenspiel langfristig bearbeiten. Innerhalb dieses Bereichs, aber auch im Austausch mit den anderen Objectives, bin ich für den Schwerpunkt Global Health zuständig. Dazu wird in diesem Jahr vor allem die Vorbereitung und Begleitung einer Ausschreibung für interdisziplinäre Verbundprojekte zu diesem Thema gehören.

Wie wichtig globale Gesundheit ist, hat die Coronavirus-Pandemie deutlich gezeigt. Gleichzeitig deckt das Thema neben dem medizinischen Bereich aber auch weitere, extrem vielfältige Aspekte ab, die Auswirkungen auf die Gesundheit haben, zum Beispiel Klimaveränderungen, Städteplanung, Migration, Arbeitsumgebung, Unterschiede im sozialen Zusammenleben. Gerade das macht das Thema Global Health für mich so spannend: dass ich die Gelegenheit bekomme, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen sowie Akteurinnen und Akteuren unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche zusammenzuarbeiten. Idealerweise kann ich diese Personen zusammenbringen, damit Projekte entstehen, die langfristig die Bearbeitung unterschiedlicher Teilaspekte des Themas „Globale Gesundheit“ in Berlin stärken und voranbringen.

Für die Berlin University Alliance sind Vernetzung, Kooperation und Interdisziplinarität auch innerhalb ihrer Struktur sehr wichtig. Wie zeigt sich das in Ihrem Bereich?

Das Schöne an Global Health ist, dass das Thema in so ziemlich alle Bereiche hineinspielt. Eine enge Verbindung ist unter anderem zu den Knowledge-Exchange-Projekten gegeben, bei denen es darum geht, wissenschaftliche Ideen und Forschungsergebnisse sowohl nach außen zu tragen als auch externe Perspektiven und Erfahrungen in die Forschung zurückfließen zu lassen. Denn beim Thema Global Health spielt der Austausch mit der Gesellschaft und der Politik eine besondere Rolle.

Betrachtet man das Thema genauer, wird schnell klar, dass sich auch eine engere Verbindung zu Objective 5: Sharing Resources ergeben wird, wenn es um die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen innerhalb der Verbundprojekte geht. Auch für die übergreifenden Querschnittsthemen (Cross-Cutting Themes) Internationalisierung und Diversity and Gender Equality kann ich mir vorstellen, dass wir von einem engen Austausch profitieren werden.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer neuen Tätigkeit besonders?

Ganz klar auf die Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren aus den verschiedenen Fachrichtungen. Aber auch darauf, dass ich mich thematisch mit etwas befasse, das mich persönlich sehr interessiert. Gleichzeitig finde ich es enorm spannend, den Aufbau der Berlin University Alliance als neues Konstrukt in Berlin zu begleiten. Schon jetzt, innerhalb der ersten drei Monate bei der Berlin University Alliance, haben sich vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken ergeben, woran ich besonderen Spaß habe.

Es ist schon etwas Außergewöhnliches, wenn die drei großen Berliner Universitäten – Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin – und die Charité in einem solchen Verbund zusammenkommen. Als besonders sehe ich vor allem die Möglichkeit an, hier etwas Langlebiges, Großes auf die Beine zu stellen, das den Weg für einen integrierten Forschungsraum Berlin ebnet und eine attraktive Partnerin für weitere Berliner Einrichtungen darstellt.

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