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Datenkompetenz für die Bildungsforschung Das FDZ am IQB stellt sich vor

Poster

Annegret Rucker, Lisa Pegelow, Christin Rüdiger (IQB, HU Berlin)

Das Forschungsdatenzentrum am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (FDZ am IQB) erschließt seit fast 20 Jahren Forschungsdaten aus der empirischen Bildungsforschung für wissenschaftliche Re- und Sekundäranalysen. Derzeit stellt das FDZ am IQB Daten aus fast 100 Studien bereit, darunter insbesondere Datensätze aus nationalen Schulleistungsstudien sowie weitere Datenbestände mit Kompetenzdaten aus verschiedenen Bereichen des Bildungswesens (frühkindliche Bildung bis Hochschule). Unser Beitrag beleuchtet aus der Perspektive von Data Libarian, Data Curator und Data Steward die Spezifika der Arbeit mit Bildungsforschungsdaten.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Arten von Daten in der Bildungsforschung entstehen und unter welchen Bedingungen sie für Sekundäranalysen nutzbar gemacht werden können. Anhand der FAIR-Prinzipien wird gezeigt, welche Anforderungen an die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Nachnutzbarkeit von Bildungsforschungsdaten gestellt und wie am FDZ am IQB diese Anforderungen praktisch umgesetzt werden. Dazu zählen die umfassende und strukturierte Dokumentation von Studien, standardisierte Workflows für die Prüfung und Aufbereitung von Daten und Metadaten, geregelte Zugangswege sowie Beratungs- und Informationsangebote für Forschende in den einzelnen Phasen des Forschungsprozesses.

Darüber hinaus gibt der Beitrag einen Überblick über zentrale Entwicklungen des FDZ am IQB, darunter Zertifizierung und Akkreditierung, die Nutzung bereitgestellter Daten, wissenschaftliche Outputs auf Basis von Belegexemplaren sowie Aktivitäten zur Förderung guter wissenschaftlicher Praxis bei der Datennachnutzung.

Abschließend werden Pläne des FDZ am IQB zum Umgang mit zukünftigen Herausforderungen in der Forschungsdateninfrastruktur diskutiert. Dazu gehören neue Datenarten, KI-gestützte Prozesse, Remote-Access-Verfahren, die Resilienz von Datenrepositorien sowie Publikationen zum weiteren Ausbau von datenbezogenen Kompetenzen. Der Beitrag zeigt damit, wie institutionalisierte Forschungsdateninfrastrukturen zur Qualität, Transparenz und Anschlussfähigkeit empirischer Bildungsforschung beitragen können.