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FDM-Literacy am Arbeitsbereich systematisch, lebendig und nachhaltig aufbauen

Lightning Talk

Gesine Fuchs (FU Berlin)

Günstige Ausgangsbedingungen wurden realisiert. Seit Beginn des Jahres 2026 haben wir uns am Arbeitsbereich Unterrichts- und Schulevaluation das Ziel gesetzt, Forschungsdatenmanagement (FDM) zu thematisieren und systematisch umzusetzen. Die Grundvoraussetzungen waren günstig, weil zeitliche Ressourcen geschaffen wurden, sodass ich hauptverantwortlich diesen Prozess bis zum Ende des Sommersemesters anregen und begleiten konnte.
Herausforderungen. Direkt zu Beginn stellten sich grundlegende (typische) Fragen, um unsere Ziele erreichen zu können:

  • Woran orientieren wir uns inhaltlich bei der Vielfalt an Angeboten?
  • Wie können wir in den bereits laufenden Projektphasen FDM (erstmals) systematisch verankern?
  • Wie gelingt es, alle im Team einzubeziehen, selbst wenn Personen gerade keine potenziellen FDM-Aufgaben umsetzen müssen?
  • Wie gelingt es, das erlangte FDM-Wissen nachhaltig und gut zugänglich zu bewahren?


Nutzen und Spaß am FDM unmittelbar erlebbar machen. Als Mindset sollte gelten: Alles ist im kreativen Aufbau. Jede – so kleine – konkrete Auseinandersetzung mit dem Thema ist schätzenswert. Destruktiver Stress durch Ambitionen außerhalb der möglichen (zeitlichen) Ressourcen ist zu vermeiden. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf haben wir zunächst begonnen, spezifisches FDM-Wissen erstmals systematisch an akuten projektspezifischen Problemen umzusetzen. Der unmittelbare Nutzen von effektivem FDM wurde spürbar und wirkte als Aufwärtsspirale. So wurden durch den etablierten kontinuierlichen Austausch immer mehr aktuelle Anlässe von Teammitgliedern genutzt, um spezifische eigene Probleme mit FDM-Wissen zu lösen. Infolgedessen hat sich dieses kontinuierlich und rasant erweitert. Darüber hinaus festigte sich für mich als Hauptverantwortliche die Erkenntnis (die ich aus einem BUA-Workshop mitnehmen durfte), dass die Weckung von Interesse und Freude bei der Vermittlung des FDM-Wissens am Arbeitsbereich ein entscheidender Faktor ist, um die anvisierten Ziele zu erreichen und eine positive Grundstimmung zum FDM zu etablieren und aufrechtzuerhalten. Auch mir hat dieser Ansatz geholfen, meinen Enthusiasmus fürs FDM auszubauen und spürbar ins Kollegium zu tragen.


Nachhaltige und anwendungsorientierte FDM-Wissensspeicherung. Besonders herausfordernd war (und ist es immer noch), das aufgebaute projektspezifische FDM-Wissen nachhaltig und gut nutzbar zu dokumentieren. Als Grundgerüst dienten die Empfehlungen der Freien Universität Berlin (Forschungsdaten-Policy, Open-Access-Policy, GWP-Satzung) und der GEBF sowie konkrete Vorlagen, die im Rahmen verschiedener BUA-Veranstaltungen und Projekte dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden. Auf diese Weise konnten u. a. fundierte und für effektives FDM unmittelbar relevante Dokumentvorlagen erstellt werden:

  • Übersichtliches, fragenbasiertes FDM-Wiki (inkl. z. B. hilfreicher KI-Tools) zur Orientierung
  • Vorlage für README-Dateien zur Dokumentation
  • Vorlage für Handover (inkl. Agreement und Checkliste) zur Übergabe am Projektende
  • Vorlage für Datenmanagementpläne (inkl. Beispiele, Erläuterungen, Hilfen)

Etablierte Routinen für einen regelmäßigen Austausch über FDM. Trotz üblicher zeitlicher Engpässe haben wir folgende Möglichkeiten gefunden, regelmäßig über FDM-bezogene Themen zu reden und die Auseinandersetzung mit dem Thema lebendig zu halten:

  • Wöchentlicher Webex-Montagsimpuls (Quizfrage, Wortsuchspiel, 5-Minuten-Wiki-Einladung mit anschließendem FDM-Geschenk …)
  • Fester Themenpunkt im wöchentlichen Teammeeting
  • (spontane) Lücken im Kolloquium nutzen oder kurze Teammeetings
  • Regelmäßiges, festes Treffen zu FDM in einem Projekt (alle 4–6 Wochen)
  • Regelmäßiges Tandem-Treffen mit einer Kollegin zur Besprechung übergeordneter FDM-Herausforderungen zur Verankerung am Arbeitsbereich
  • Anlassbezogene Beratungen auf Anfrage

Wunsch nach kontinuierlichem Austausch mit anderen Arbeitsbereichen. Wir würden sehr gern mit anderen Arbeitsbereichen über FDM im Austausch bleiben, um unser Wissen gemeinschaftlich auszubauen, beispielsweise durch wiederholende Treffen, die einmal im Semester stattfinden.